Panorama

Sprunghafter Anstieg RKI meldet mehr als 4000 Neuinfektionen

Die neuesten Zahlen des Robert-Koch-Instituts zur Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland sind beunruhigend: Mehr als 4000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden zählt das Institut - ein sprunghafter Anstieg.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Deutschland laut Robert-Koch-Institut (RKI) auf 4058 neue Fälle binnen 24 Stunden angestiegen. Das sind über 1200 mehr als am Mittwoch. Die Zahlen beruhen auf Daten der Gesundheitsämter, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Die RKI-Mitteilung unterscheidet sich von den Angaben auf ntv.de vom Vorabend mit 3439 Neuinfektionen. Grund sind unterschiedliche Meldewege: Während das RKI die von den Gesundheitsämtern elektronisch übermittelten Fälle addiert, ruft ntv.de die täglichen Fallzahlen bei den Landesbehörden direkt ab.

Nach Angaben des RKI haben sich damit seit Ausbruch der Pandemie in Deutschland nachweislich 310.144 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg um 16 auf 9578. Rund 269.600 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Rate der positiven Tests stieg stark an und lag in der 40. Kalenderwoche (28.9.- 2.10.) bei 1,64 Prozent. In der Woche zuvor waren es 1,22 und davor 1,16 Prozent gewesen.

Zuletzt waren Anfang April fast 4000 Neuinfektionen an einem Tag registriert worden, danach sank die Zahl deutlich. Im Lauf des Sommers legten die Zahlen allerdings wieder stetig zu, wofür vor allem Reise-Rückkehrer verantwortlich gemacht wurden. Der deutliche Anstieg der Infektionszahlen fällt nun zusammen mit den Herbstferien, die zum Teil schon begonnen haben beziehungsweise bevorstehen.

Erst gestern hatten die Staatskanzleichefs von Bund und Ländern davon abgeraten, dass Bewohner von Regionen mit hohen Infektionszahlen in die deutschen Urlaubsgebiete reisen. Menschen aus Risikogebieten können zwar weiter in die meisten anderen Landesteile fahren, wenn sie einen negativen Corona-Test vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist. Allerdings riefen die Staatskanzleichefs zur Zurückhaltung auf. "Bund und Länder fordern eindringlich alle Bürgerinnen und Bürger auf, nicht erforderliche Reisen in Gebiete und aus Gebieten heraus, welche die Grenze 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage übersteigen, zu vermeiden."

Negativrekord bei Regionen über Obergrenze

imago0098332961h.jpg

4000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gab es zuletzt im April in Deutschland.

(Foto: imago images/MiS)

Dem neuesten Datenstand des RKI zufolge (08.10., 0 Uhr) überschreiten die kreisfreien NRW-Städte Hamm, Remscheid und Hagen, der niedersächsische Landkreis Vechta, die Stadt Bremen, der Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg und die kreisfreie Stadt Offenbach am Main die zwischen Bund und Ländern vereinbarte Obergrenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Hinzu kommen die vier Berliner Bezirke Mitte, Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg und Tempelhof-Schöneberg.

Zudem liegen 14 weitere Regionen mit einem Wert über 40 nahe der kritischen Marke. Die erreichte Anzahl von bundesweit elf Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 50 bedeutet den Höchstwert seit Beginn der Erfassung Anfang Mai. Darüber hinaus melden sowohl Wuppertal als auch der Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf eine Überschreitung der Sieben-Tage-Inzidenz. Das wird allerdings noch nicht im Datenstand des RKI (und dementsprechend nicht in der Grafik von ntv.de) abgebildet.

Quelle: ntv.de, joh/dpa/rts

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.