Panorama

Inzidenz mittlerweile bei 130 RKI meldet starken Anstieg der Neuinfektionen

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Zuletzt stand die Inzidenz in Deutschland Anfang Mai bei rund 130.

(Foto: imago images/Rüdiger Wölk)

Die Corona-Fallzahlen in Deutschland steigen rasant: Das RKI meldet zuletzt mehr als 28.000 Neuinfektionen - ein Anstieg von fast 75 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Die Inzidenz steigt auf 130. Zudem werden erneut mehr als 100 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet.

Das Robert-Koch-Institut hat einen deutlichen Anstieg der Corona-Infektionen verzeichnet. Innerhalb eines Tages wurden 28.037 neue Positiv-Tests registriert. Das sind 11.960 mehr als vor einer Woche, was einem Anstieg von fast 75 Prozent entspricht. Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte sprunghaft von 118 auf 130. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 126 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

Am Mittwoch war auch die sogenannte Hospitalisierungsrate weiter auf 3,07 gestiegen. Sie gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner in einer Woche mit einer Corona-Erkrankung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Wert liegt damit allerdings noch weit unter dem im vergangenen Winter. Die Zahl der schwer erkrankten Corona-Patienten auf Intensivstationen war am Mittwoch auf 1761 gestiegen.

Laut Deutscher Interdisziplinärer Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sank die Zahl der verfügbaren Intensivbetten am Mittwoch zugleich auf 2535. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) warnte wegen steigender Corona-Zahlen vor einer hohen Auslastung der Intensivstationen, durch die erneut nicht dringend notwendige Operationen verschoben werden müssten. "Wir befinden uns in einer kritischen Situation der Pandemie", sagte Verbandschef Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Zahl der mit einer Covid-Infektion im Krankenhaus versorgten Patienten sei binnen einer Woche deutlich gestiegen. Das RKI hatte darauf verwiesen, dass es sich dabei vor allem um Ungeimpfte handelt.

Auffallend sind die regionalen Unterschiede bei den Neuinfektionen. In Thüringen erreicht die Sieben-Tage-Inzidenz nun 259,8, in Sachsen 238,6 und in Bayern 208,7 - im Saarland liegt sie dagegen bei 59,6. Im bayerischen Kreis Mühldorf am Inn beträgt die Inzidenz mittlerweile 621,5. Besonders in Sachsen und Thüringen ist die Impfquote im Bundesvergleich deutlich geringer.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

Quelle: ntv.de, kst/rts

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