Panorama

Schwerer Zwischenfall in BerlinRadfahrer kollidieren mit Auto

26.03.2017, 14:59 Uhr
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Spezialisten sicherten Spuren am Unfallort. (Foto: dpa)

Der Pulk aus vielen Rennradlern biegt gerade um eine Linkskurve im Berliner Südwesten. Doch dann steht plötzlich ein Auto auf der Strecke. Vier Menschen werden verletzt, einer schwebt in Lebensgefahr.

Anders als zunächst angenommen ist ein Unfall mit vier Verletzten bei einem Berliner Radrennen durch ein parkendes Auto ausgelöst worden. Zwei Radler waren am Sonntagmittag auf den Wagen geprallt, wie die Polizei mitteilte.

Ein dritter Radfahrer konnte zwar ausweichen, kollidierte dann aber mit einem Ordner. Ein Mensch schwebte nach dem Zusammenstoß in Lebensgefahr, die drei anderen wurden verletzt. Zunächst hatte es geheißen, dass der Wagen ins Fahrerfeld gefahren sei.

Nach ersten Ermittlungen stellte sich dann heraus, dass das Auto hinter einer Linkskurve auf der Rennstrecke stand. Zwei Teilnehmer des Rennens konnten dem Hindernis nicht mehr ausweichen und fuhren ungebremst gegen das Fahrzeug. Alle Verletzten wurden von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Spezialisten waren noch mit den Ermittlungen beschäftigt, sicherten Spuren und vernahmen Zeugen.

Autofahrer schildert Unfallhergang

Indes schilderte der beteiligte Autofahrer seine Sicht des Unfallhergangs. "Ich habe im Rückspiegel noch gesehen, wie die Radrennfahrer von hinten angerast gekommen sind und habe mir gedacht, mach jetzt bloß keine Tür auf", zitiert ihn die "Berliner Morgenpost". "Ein paar von ihnen konnten noch ausweichen, aber zwei Radfahrer sind mit hoher Geschwindigkeit hinten in den Wagen gerast." Einer der Sportler sei durch die Heckscheibe des weißen SUV geflogen.

Zuvor war der Mann den Angaben der Zeitung zufolge erst von einem Ordner an einem Absperrkegel durchgewunken worden. Dann sei von hinten plötzlich ein Motorrad mit hoher Geschwindigkeit angekommen. "Als er auf unserer Höhe war, gab er uns zu verstehen, dass wir schneller fahren sollen." "Schneller, schneller", habe er gerufen.

Nach ein paar Hundert Metern wurde der 52-jährige Autofahrer dann von einem Polizisten an der Strecke angehalten. "Er wollte, dass wir auf einen Parkplatz fahren, wir wollten nach links von der Straße fahren", wird der Autofahrer von der Zeitung zitiert. "Als ich losgefahren bin, rief der Polizist noch Stopp, aber da sind die beiden Radfahrer schon hinten raufgefahren." Er hoffe sehr, dass die Verletzten bald wieder gesund werden und keine bleibenden Schäden davontragen.

Quelle: dsi/dpa

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