Panorama

WHO sieht "beunruhigenden Trend" Ramadan könnte Corona-Fälle vervielfachen

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In einigen muslimisch geprägten Staaten sollen Gläubige während des Ramadan zu Hause beten und abends essen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit Dienstag begehen Muslime weltweit Ramadan. Der traditionelle Fastenmonat könnte jedoch vor allem im Nahen Osten für eine Zunahme der Corona-Ansteckungsraten sorgen. Die Weltgesundheitsorganisation sieht bereits ein "beunruhigendes" Infektionsgeschehen in der Region.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist besorgt, dass der derzeitige islamische Fastenmonat Ramadan eine beschleunigte Ausbreitung des Coronavirus im Nahen Osten und in Nordafrika zur Folge haben könnte. Bereits in der vergangenen Woche seien die Corona-Infektionsraten in diesen Regionen um 22 Prozent und die Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus um 17 Prozent gestiegen, sagte der WHO-Regionalchef für die östlichen Mittelmeerländer, Achmed al-Mandhari.

Der WHO-Vertreter sprach von einem "beunruhigenden Trend", der sich während des Ramadan verschlimmern könnte, sollten die Gläubigen nicht die Corona-Regeln beachten. Der Ramadan hatte in den meisten mehrheitlich muslimischen Ländern der Welt am Dienstag dieser Woche begonnen.

Es ist das zweite Jahr in Folge, dass der islamische Fastenmonat im Zeichen der Corona-Pandemie steht. Viele muslimisch geprägte Staaten haben Einschränkungen für Gläubige verhängt. So sollen sie etwa zu Hause beten, mancherorts gelten nächtliche Ausgangssperren. Al-Mandhari betonte, die Hygiene- und Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus stünden im Einklang mit den Grundwerten des Islam: "Kümmere Dich um Deine physische Gesundheit und schade Anderen nicht."

Das Fasten im Ramadan zählt als eine der fünf Säulen des Islam zu den Grundpflichten der Gläubigen. Während des Fastenmonats dürfen sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nicht essen oder trinken, nicht rauchen und keinen Geschlechtsverkehr haben.

Quelle: ntv.de, lri/AFP

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