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85-Jährige erwischte Einbrecher Raubmörder muss lange in Haft

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Das Schweriner Landgericht verurteilte einen 24-Jährigen zu lebenslanger Haft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine 85-jährige Frau wird in ihrem Haus brutal überfallen. Der Täter lässt die alleinlebende Frau zum Sterben zurück. Jetzt fällt das Landgericht Schwerin ein Urteil.

Das Schweriner Landgericht hat einen 24 Jahre alten Angeklagten wegen Raubmordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Der gelernte Koch hatte gestanden, im September 2018 eine 85 Jahre alte Rentnerin in ihrem Haus getötet zu haben.

Die Frau hatte den Täter beim Einbruch in ihr Einfamilienhaus überrascht. Im Prozess erzählte er, die Rentnerin habe angefangen zu schreien. Das berichtet die Schweriner Volkszeitung. Deshalb drückte der Einbrecher die 85-Jährige auf ihr Bett, versuchte sie zu erwürgen und mit einem Kissen zu ersticken.

Täter floh mit 150 Euro Bargeld

Als das nicht zu ihrem Tod führte, habe der 24-Jährige sie geschlagen und getreten. Anschließend durchwühlte er zwei Stunden lang die Zimmer nach Wertsachen. Mit 150 Euro, Schmuck, Besteck und zwei Schließfachschlüsseln verließ er das Haus. Sechs Tage später stellte er sich der Polizei, schreibt die Zeitung. Die 85-Jährige war von einer Nachbarin tot in ihrem Haus gefunden worden.

Mit dem Erlös aus der Beute wollte der Täter seinen Lebensunterhalt und seinen Drogenkonsum finanzieren. Der Verteidiger hatte eine Strafe von zehn Jahren beantragt. Er wertete die Tat als Raub mit Todesfolge.

Quelle: n-tv.de, joh/dpa

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