Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Regen, Glatteis, dann schlägt der Winter zu

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In Leipzig war es bereits am Samstag überaus winterlich.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Steht Deutschland der erste nachhaltige Wintereinbruch bevor? Mitte Januar könnte es so weit sein, das sagt ein zuverlässiges Wettermodell voraus. Bis dahin wird es aber ungemütlich: Glatteis, Regen und ein teilweise stürmischer Wind bestimmen das Geschehen.

Die neue Wetterwoche ist nichts für schwache Nerven. Denn es geht so einiges an der Wetterfront. Zunächst spielen Glatteis, Regen und ein teilweise stürmischer Wind die Hauptrolle. Der Schnee ist derweil zwar nur ein Nebendarsteller. Aber ein durchaus beachtenswerter - zumindest im höheren Bergland. Hier wird es nämlich zum Teil kräftig schneien, bevor sich der Schnee dann wieder den Weg bis runter ins Flachland erkämpft.

Nach dem Vorankommen der milderen Luft in den Westen und Südwesten entsteht eine sogenannte Grenzwetterlage, denn von Nordosten kommt in der zweiten Wochenhälfte die kältere Luft wieder zurück. Und dieses Wintercomeback hat Potenzial für einen längeren Aufenthalt. Gleichzeitig passiert nämlich was in den polaren Breiten der Nordhalbkugel. Der Polarwirbel steht vor dem endgültigen Kollaps und damit steuern wir jetzt auf die Weichenstellung für die zweite Hälfte des Winters zu.

Ein Fall für feuchte Augen bei den Winterfreunden dürften dabei die aktuellen Berechnungen des Europäischen Wettermodells (ECMWF) sein. Eines der derzeit zuverlässigsten und besten Wettermodelle. Das sieht ab der Monatsmitte in seinen momentanen Vorhersagen einen nachhaltigen Wintereinbruch kommen. Mit teils eiskalter Luft von Osten und Abschnitten, in denen es bis in tiefere Lagen schneien könnte.

Noch nicht mit im Rennen um den Flachland-Winter sind beispielsweise die derzeitigen Läufe des Deutschen Wettermodells. Hier gibt es etwas weniger kalte Ansätze. So oder so ist aber Musik drin in der aktuellen Wetterlage. Hier die Details für die neue Woche.

Nacht zu Montag: Teils strenger Frost und Glätte

ntv-Meteorologe Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

(Foto: ntv)

Es sind die kältesten Nächte des Winters bisher. Vor allem am Alpenrand unter Aufklarungen und über Schnee erneut mit um die minus 15 Grad. Sonst wabern in der Südhälfte aber gerne auch mal zum Teil dichte Nebelfelder mit Reifglätte. Und auch in der Nordhälfte heißt es bei verbreitetem Frost: Vorsicht auf den Straßen und Wegen. Hier ziehen Wolken mit etwas Schnee oder Regen durch. Am mildesten wird es an der teils windigen Küste mit plus 3 Grad.

Montag: Wintersonne und graue Wolken

Die Verteilung und Benennung der Hochs und Tiefs ist äußerst international. Tief "Bartosz" sorgt am Mittelmeer für Unwettergefahr. Die Tiefs "Cemal" und "Dimitrios" haben sich über Skandinavien eingenistet und bringen damit dem Norden Deutschlands einen sehr lebhaften Wind mit zeitweiligem Schnee oder Regen und entsprechender Glättegefahr. Von den Mittelgebirgen südwärts ist hingegen Hoch "Antje" aktiv. Das sorgt auf den Bergen für viel Wintersonne und einem traumhaften Panorama, während sich darunter Nebel und Hochnebel halten. Dazu im Dauergrau maximal minus 5, im windigen Emsland bis plus 6 Grad.

Dienstag und Mittwoch: Einmal Voll-Wetter mit allem

Eine winterliche Grenzwetterlage ist eine feine Sache. Zumindest, wenn man nicht raus muss. Da ist nämlich alles mit dabei. Im Norden weht ein teils stürmischer Wind, im Westen und Südwesten ist teilweise kräftiger Regen drin, auch auf den Bergen geht unterhalb von 500 bis 800 Metern der Schneefall vorübergehend in Regen über. Eine brenzlige Situation, die je nach Timing ebenfalls mit Glatteis einhergehen kann. Unterdessen kommt im Nordosten übrigens nichts von der Milderung an, sodass es dort auch im Flachland für Schneeschauer reicht. Die Temperaturen bringen es hierbei auf minus 1 Grad im Erzgebirge und plus 7 Grad im Westen.

Donnerstag: Von Nordosten sonniger und kälter

Die mildere Luft befindet sich auf dem Rückzug bei Höchstwerten zwischen minus 2 bis plus 5 Grad. Doch von Nordosten setzt sich nicht nur die kältere Luft durch. Die Luft wird gleichzeitig trockener mit mehr Sonne in der Nordhälfte. Im Süden und Westen bleibt es dagegen noch durchwachsen und der Schnee fällt wieder runter bis in tiefere Lagen.

Freitag und am Wochenende: Eisige Nächte und immer häufiger Dauerfrost

Jetzt gibt der Winter wirklich alles. Wir sind inmitten der Weichenstellung. Und die wird in diesem Winter ziemlich kalt. Die Höchsttemperaturen bringen es am Freitag noch auf minus 4 bis plus 4 Grad. Am Samstag zeigen die Thermometer im Land dann maximal noch minus 6 bis plus 2 Grad an. Der Sonntag bringt höchstens noch zwischen minus 7 Grad auf den östlichen Mittelgebirgen und plus 2 Grad am Niederrhein. Dabei sind am Freitag noch verbreitet Schneeschauer drin, die sich bis zum Sonntag immer weiter in den Süden verabschieden. Nachts wird es dabei teils ganz schön eisig. Abseits der milderen Küstenabschnitte oft mit Tiefstwerten zwischen minus 15 und minus 4 Grad.

Quelle: ntv.de