Panorama

Dramatische Szenen an Bord Rettungsaktion der "Viking Sky" dauert

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Die havarierte "Viking Sky" vor der norwegischen Küste.

(Foto: REUTERS)

Am Samstagnachmittag setzt das norwegische Kreuzfahrtschiff "Viking Sky" einen Notruf ab. Doch auch Stunden später ist noch nicht einmal ein Viertel der Menschen evakuiert. Wartende Passagiere melden sich währenddessen auf Twitter.

Die Evakuierung des vor der westnorwegischen Küste bei einem Sturm in Seenot geratenen Kreuzfahrtschiffs "Viking Sky" wird langsam aber stetig fortgeführt. Laut Polizei waren am frühen Sonntagmorgen bislang rund 230 Menschen der insgesamt 1373 Personen an Bord gerettet worden. 16 von ihnen sind verletzt, drei davon schwer.

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Die bereits Evakuierten werden in Unterkünfte gebracht.

(Foto: dpa)

Die "Viking Sky", bei der ein Motor ausgefallen war, fährt nun langsam unter der Leitung von zwei Schleppern in Richtung Hafen der in der Nähe liegenden Stadt Molde. Der südnorwegische Rettungsdienst twitterte, die Evakuierung erfolge voller Vorsicht. Laut Reederei Viking Ocean Cruise befanden sich 915 Passagiere und 458 Besatzungsmitglieder an Bord.

Auch die neun Besatzungsmitglieder eines im selben Küstengebiets ebenfalls in Seenot geratenen Frachters wurden mittlerweile in Sicherheit gebracht. Bei dem Frachtschiff "Hagland Captain" war ebenfalls der Motor ausgefallen. Daraufhin habe es Schlagseite bekommen. Der Frachter war auf dem Weg zur "Viking Sky", um zu helfen.

Keine Vermissten

Die Evakuierten kamen in ein Notaufnahmezentrum in der Stadt Brynhallen, rund 500 Kilometer nördlich der Hauptstadt Oslo. Die Verletzten wurden dann in drei Krankenhäuser gebracht. Vermisst wurde niemand.

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Der Rundfunksender NRK zeigte Aufnahmen der "Viking Sky" in starkem Wellengang im gefährlichen Küstenabschnitt Hustadvika, in dem es zahlreiche kleine Inseln und Riffe gibt. Der südnorwegische Rettungsdienst erklärte, das Schiff habe wegen Antriebsproblemen bei widrigen Wetterbedingungen einen Notruf abgesetzt und treibe in Richtung Küste. Während mehrere Hubschrauber und Schiffe zur Evakuierung eingesetzt wurden, wurde zugleich versucht, den Motor wieder in Gang zu bringen.

Der Küstenabschnitt Hustadvika liegt bei Kristiansund an der zentralen Westküste Norwegens und gilt als gefährliches Seegebiet. Dort ist es in der Vergangenheit schon häufiger zu Schiffsunfällen gekommen. Die "Viking Sky" wurde 2017 getauft und fährt unter norwegischer Flagge.

 

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Quelle: n-tv.de, lou/dpa

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