Panorama

Polizei ermittelt wegen Nötigung Rettungswagen kilometerlang am Überholen gehindert

87934501.jpg

dpa

Ein Krankenwagen rast mit Blaulicht und Martinshorn über die Bundesstraße. An Bord: ein krankes Kind. Doch auf schnelle Hilfe wartet dieses vergeblich. Denn ein Autofahrer tut alles, damit die Retter nicht überholen können.

Weil ein Auto einen Rettungswagen mit einem kranken Kind an Bord über mehrere Kilometer behindert hat, ermittelt die Polizei wegen Nötigung. Der Rettungswagen war laut eines Sprechers auf der Bundesstraße 31 in Baden-Württemberg in Richtung Freiburg mit Blinklicht und Martinshorn unterwegs.

Doch anstatt Platz für die Retter zu machen, habe ein Auto den Krankenwagen über mindestens drei Kilometer am Überholen gehindert - nach Angaben des Sprechers fuhr es dabei beispielsweise immer wieder weit nach links auf die Gegenfahrbahn. Erst kurz bevor die Fahrbahn zweispurig wurde, konnte das Einsatzfahrzeug überholen.

Der Fahrer des Autos wird nun gesucht. Es besteht demnach der Verdacht, dass er mit Vorsatz gehandelt hat. Zeugen werden gebeten, sich zu melden. Zum Zustand des Kindes konnten die Beamten zunächst keine Angaben machen.

Quelle: n-tv.de, ftü/dpa

Mehr zum Thema