Panorama

Zeit bis Jahresende Rundfunkgebühren-Befreiung für Flutopfer

Auf einem Tisch liegt ein Anschreiben und Überweisungsträger für die Rundfunkgebühren. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archiv

Der Beitragsservice prüft, ob es sich bei dem Konto um eine potenziell betroffene Adresse handelt.

(Foto: Nicolas Armer/dpa/Archiv)

Den Flutopfern wollen ARD, ZDF und Deutschlandradio Erleichterung verschaffen und einigen sich auf "unbürokratische Entlastungen". Einige Regeln gelten bei der Befreiung von den Rundfunkgebühren dann aber doch. In diesem Artikel werden sie erläutert.

Flutopfer können unter bestimmten Voraussetzungen ab sofort von ihren Rundfunkgebühren befreit werden. ARD, ZDF und Deutschlandradio hätten sich auf unbürokratische Entlastungen geeinigt, teilte die Verwaltungsgemeinschaft auf der Seite rundfunkbeitrag.de mit. Gebührenzahlende, deren beitragspflichtige Wohnungen, Betriebsstätten oder Kraftfahrzeuge aufgrund von Hochwasserschäden nicht mehr nutzbar seien, könnten beim Beitragsservice eine Abmeldung ihres Kontos beantragen.

Konkret gelten demnach folgende Regeln: Sind eine Wohnung, eine Betriebsstätte oder ein Auto nur vorübergehend nicht nutzbar, besteht für diesen Zeitraum die Möglichkeit einer befristeten Abmeldung des entsprechenden Beitragskontos. Dafür reiche ein Anruf aus.

Wurden die Wohnung, Betriebsstätte oder das Fahrzeug vollständig zerstört und sind nicht mehr zu gebrauchen, endet die Beitragspflicht, und das Konto kann umgehend abgemeldet werden. Dazu reiche eine kurze schriftliche Mitteilung an den Beitragsservice, teilte die Kommunikationsabteilung mit.

Beitragsservice prüft Adressen

Eine dauerhafte Abmeldung sei ohne Nachweise möglich. Allerdings prüfe der Beitragsservice in beiden Fällen auf Basis offizieller behördlicher Informationen, ob es sich bei dem Konto tatsächlich um eine potenziell betroffene Adresse handele.

Eine Abmeldung ist den Angaben zufolge bis zu sechs Monate rückwirkend zum 1. Juli 2021 möglich. Betroffene Beitragszahler hätten also bis Jahresende Zeit. Eventuell zu viel gezahlte Beiträge sollen erstattet werden. Darüber hinaus seien Vereinbarungen über einen Zahlungsaufschub möglich. Weitere Informationen sowie die notwendigen Online-Formulare wurden unter rundfunkbeitrag.de veröffentlicht.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

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