Panorama

Schärfere Regeln Saarland bleibt Corona-Modellregion

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Gäste dürfen die Außengastronomie weiterhin besuchen, doch mit verschärfter Testpflicht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor knapp zwei Wochen beginnt das Saarland mit einem umstrittenen Corona-Modellversuch. Kunden dürfen Fitnessstudios und Außengastronomie bei Vorlage eines negativen Schnelltests besuchen. Nun verschärft das Bundesland seine Maßnahmen. Ein Ende des Modellprojekts bedeutet das aber nicht.

Das Saarland verschärft seine Corona-Maßnahmen für die Modellregion wegen des "gesteigerten Infektionsgeschehens" leicht. In allen Bereichen, wo bisher eine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung bestand, sei ab Montag eine medizinische Maske Pflicht, teilte Regierungschef Tobias Hans von der CDU mit. Bei der Testpflicht in der Außengastronomie, Theater und Konzerten gebe es dann keine Ausnahmen mehr. An Grund- und Förderschulen werde zudem eine Testpflicht vorbereitet.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Samstag stieg die Zahl der Neuinfizierten im Saarland um 137 auf 34.434. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 114. Die Regierung erklärte, es bleibe bei der bisherigen Ampelstufe gelb. Hans rief dazu auf, weiterhin Kontakte im privaten wie auch im beruflichen Bereich "deutlich" zu reduzieren und insbesondere auf eine breitangelegte Testung zu setzen.

Seit dem 6. April läuft im Saarland ein bundesweit beachtetes Modellprojekt, das auf Öffnungen auf der Basis von Schnelltests setzt. Neben der Außengastronomie durften unter anderem auch Fitnessstudios und Theater wieder öffnen - für jene, die einen tagesaktuellen negativen Test vorlegen können. Zudem dürfen sich draußen bis zu zehn Menschen treffen. Bei hohen Inzidenzen sollen Öffnungsschritte wieder rückgängig gemacht werden.

"Unser Saarland-Modell war nie als ein reines Lockerungsmodell gedacht", betonte Regierungschef Hans. "Vielmehr ist und bleibt es ein Steuerungsmodell, das auf eine langfristige Strategie setzt und anhand eines Ampelsystems flexibel und verantwortungsvoll auf die jeweilige Infektionsentwicklung reagiert." Bei einer Überlastung des Gesundheitssystems werde die Ampelstufe rot aktiviert.

Quelle: ntv.de, can/AFP/dpa

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