Panorama

Alle Termine bis Mitte Mai weg Saarland meldet Ansturm auf Nachtimpfungen

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Im saarländischen Lebach impft die Bundeswehr rund um die Uhr.

(Foto: picture alliance/dpa/Bundeswehr)

Die Soldaten im saarländischen Impfzentrum der Bundeswehr sind bis mindestens Mitte Mai rund um die Uhr ausgebucht: An nur einem Wochenende gehen 15.000 Anmeldungen für Nachtimpfungen ein. Der "Impf-Marathon" von Ministerpräsident Hans kann damit beginnen.

Im bundesweit ersten rund um die Uhr arbeitenden Corona-Impfzentrum der Bundeswehr im Saarland (Lebach) sind bis Mitte Mai alle verfügbaren Termine für Nachtimpfungen ausgebucht. Wie das saarländische Gesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte, gingen zwischen Karfreitag und Ostersonntag 15.000 Anmeldungen für Nachtimpfungen ein. Innerhalb von wenigen Tagen waren damit alle buchbaren Termine für eine Impfung zwischen 22 und 7 Uhr vergeben.

Pro Nacht sollen nach Angaben des Ministeriums bis zu 300 Dosen verabreicht werden. Insgesamt seien im Drei-Schicht-Betrieb bis zu 1000 Impfungen pro Tag möglich, hatte das Verteidigungsministerium zum Start auf Twitter mitgeteilt. Zudem kündigte Ministerpräsident Tobias Hans einen "Impf-Marathon" an: Das Saarland hatte wenige Tage vor dem Start 81.900 zusätzliche Biontech-Impfdosen aus dem EU-Kontingent für Grenzregionen erhalten.

Wer bisher keinen Termin zum Impfen in Lebach erhalten hat, soll sich laut dem Gesundheitsministerium ab dem 9. April melden können. Diese Impfungen könnten dann voraussichtlich Ende April oder im Mai stattfinden. Die Verfügbarkeit hänge auch von den Lieferungen der Impfstoffe ab. Außerdem seien die sechs darauffolgenden Wochen für die Zweitimpfungen reserviert.

Um diese Dosen zu verimpfen, würden rund 110 Soldaten eingesetzt. Das Impfzentrum auf dem Gelände einer Kaserne ist eines von vier im Saarland, in dem Saarländer gegen Corona geimpft werden. Es ist seit Anfang März in Betrieb. Bislang gibt es noch ein weiteres Impfzentrum der Bundeswehr in Berlin, ein drittes sei in Bonn im Aufbau. Insgesamt sind im Saarland im Rahmen von Amtshilfeanträgen bereits 500 Soldaten eingebunden: Die Einsätze reichten von der Nachverfolgung von Kontakten in Gesundheitsämtern über Unterstützung in Impfzentren bis hin zu Schnelltests in Altenheimen und in Kommunen, hieß es.

Quelle: ntv.de, ses/dpa