Panorama

Jeder erhält fünf Stück Saarland verteilt Masken an alle Bürger

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Wer Glück hat, kann seine Masken in Berlin auch am Automaten im U-Bahnhof kaufen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ab Montag gilt in allen Bundesländern für bestimmte Situationen eine Maskenpflicht. Doch professionelle Masken sind kaum zu bekommen, deshalb übernimmt im Saarland die Landesregierung die Versorgung. Die Ausstattung erfolgt zentral, durch die Feuerwehr oder am Drive-in-Schalter.

Das Saarland stellt seinen Bürgern wegen der ab Montag geltenden Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase Schutzmasken zur Verfügung. Jeder bekomme fünf Masken, sagt Ministerpräsident Tobias Hans in der "Bild"-Zeitung. Diese würden "in einem großen Kraftakt in den nächsten Tagen über die Kommunen kostenlos an die Saarländerinnen und Saarländer ausgegeben". In dem Bundesland wohnen etwa eine Million Menschen.

Vor allem in kleineren Orten sollen die Masken dem Bericht zufolge direkt nach Hause gebracht werden, unter anderem von Ortsvorstehern und Feuerwehrleuten. Anderswo, etwa in Saarbrücken, gibt es demnach zentrale Verteilstellen. Auch Drive-in-Optionen für Autofahrer soll es geben.

Ab Montag ist das Tragen einer einfachen Abdeckung für Mund und Nase im öffentlichen Nahverkehr in allen Bundesländern Pflicht. In den meisten Ländern müssen Kunden die Bedeckungen auch beim Einkaufen tragen.

Die Maßnahme soll bei der Eindämmung der Corona-Pandemie helfen, allerdings sind professionelle Masken im freien Handel derzeit kaum zu bekommen. "Längst nicht alle Apotheken haben kontinuierlich Masken anzubieten. Die Nachfrage ist weltweit sehr hoch, auch in Deutschland", berichtet Reiner Kern von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V. (ABDA) auf Anfrage von ntv.de. Mittlerweile wachse zwar die Zahl der Hersteller und Anbieter, aber leider gebe es auch viele unseriöse oder betrügerische Angebote. Außerdem haben die Apotheken aufgrund der Nachfrage mit stark gestiegenen Einkaufspreisen zu kämpfen, die sie auch an ihre Kunden weitergeben müssten.

Quelle: ntv.de, chr/AFP