Panorama

Mindestens ein TodesopferFähre gesunken - 140 Menschen in Indonesien vermisst

13.09.2026, 08:00 Uhr
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Rettungskräfte bei einer anderen Suchaktion vor wenigen Tagen. (Foto: picture alliance/dpa/XinHua)

Eine Fähre mit 243 Passagieren an Bord gerät in der Javasee in Seenot. Rettungskräfte können mehr als 100 Menschen helfen, doch für mindestens eine Person kommt jede Hilfe zu spät. Die Retter kämpfen mit meterhohen Wellen.

Nach dem Untergang eines Passagierschiffs in der Javasee in Indonesien suchen Rettungskräfte nach rund 140 Vermissten. Die "Virgo Transport 8" habe am frühen Morgen bei schlechtem Wetter den Kontakt verloren und sei gesunken, teilten die Behörden mit. Von den insgesamt 243 Menschen an Bord seien bislang 103 gerettet worden. Eine Person sei gestorben, erklärte der Leiter der regionalen Rettungsbehörde.

Die Einsatzkräfte kämpften den Angaben zufolge mit bis zu zweieinhalb Meter hohen Wellen. Auch das Schiff der Retter ist demnach einem großen Risiko ausgesetzt.

Die Überlebenden sollten in einen Hafen in Ost-Java gebracht werden. Das Schiff war am Samstag in der Stadt Surabaya gestartet und befand sich auf dem Weg nach Banjarmasin in Süd-Kalimantan auf der Insel Borneo. Die letzte bekannte Position des Schiffs vom frühen Morgen war demnach etwa 150 Kilometer vor Banjarmasin. Rettungskräfte suchten unter anderem mit einem Hubschrauber nach dem Schiff.

Der Inselstaat Indonesien ist stark auf Fährverbindungen angewiesen. Reisen zur See sind in dem Land mit seinen rund 17.000 Inseln deutlich günstiger und leichter verfügbar als Flüge. Sicherheitsstandards werden jedoch nicht immer streng durchgesetzt, weshalb es vergleichsweise häufig zu Unfällen kommt.

Im August kamen bei einem Brand auf einer Fähre mindestens fünf Menschen ums Leben. Im Juli war eine Fähre mit mehr als 70 Passagieren auf dem Weg zur Insel Selayar südlich von Sulawesi gesunken. Mindestens vier Menschen starben, weitere 14 Menschen wurden nach dem Einstellen der Suchaktion noch vermisst.

Quelle: ntv.de, chl/rts/dpa/AFP

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