Panorama

Mann simuliert SchussverletzungSchlechter Scherz löst Großeinsatz aus

12.02.2017, 17:59 Uhr
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Teurer Spaß: Die vorgetäuschte Schussverletzung könnte den Hannoveraner einiges kosten. (Foto: picture alliance / Julian Strate)

Mit Kunstblut und viel Schaustellerei will ein junger Mann seinem Cousin einen Streich spielen und bringt die Polizei in Alarmbereitschaft. Der Witz dürfte ihn nun teuer zu stehen kommen.

Mit einem makaberen Scherz hat ein 31-Jähriger in Niedersachsen die Polizei über Stunden in Atem gehalten. Der Mann hatte am Samstag in Hannover gegenüber einem Verwandten eine Schussverletzung samt angeblicher Ohnmacht vorgetäuscht, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Streifenwagen, ein Polizeihubschrauber und ein Diensthund waren über Stunden mit der vermeintlichen Gewalttat beschäftigt.

Der 31-Jährige hatte seinen Cousin mit den Worten, er sei angeschossen worden, per Telefon zu einem Firmengelände gelockt. Nachdem der 28-Jährige dort angekommen war, sah er, wie sein Verwandter mit einem offensichtlich blutverschmierten Kissen vor dem Bauch aus einem Gebäude kam. Wenige Minuten später verlor der vermeintlich Verletzte im Auto das Bewusstsein, weshalb ihn der Cousin in ein Krankenhaus bringen wollte.

Bei einem Ampelstopp sprang der 31-Jährige plötzlich aus dem Wagen und rannte davon. Sein Angehöriger verständigte daraufhin die Polizei. Die Beamten leiteten umgehend eine umfangreiche Suchaktion ein, bis schließlich Zweifel an der vermeintlichen Tat aufkamen. So fand die Polizei in dem Firmengebäude eine Flasche Kunstblut.

Am Samstagabend räumte der 31-Jährige gegenüber den Beamten schließlich ein, dass es sich bei der ganzen Aktion um einen Scherz gehandelt habe. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der Vortäuschung einer Straftat ermittelt. Möglicherweise muss er sich auch an den Kosten des Einsatzes beteiligen.

Quelle: apo/AFP

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