Flugausfälle in FrankfurtSchneefälle sorgen für 30-Kilometer-Stau auf der A3

Ein erneuter Wintereinbruch trifft Hessen und Rheinland-Pfalz mit voller Wucht. Auf den Autobahnen rund um Mainz und Frankfurt am Main geht fast nichts mehr, Flüge fallen aus. Besserung ist aber in Sicht.
Lange Staus und Flugausfälle: Heftige Schneefälle bremsen den Feierabendverkehr in Teilen Deutschlands erheblich aus. Besonders Hessen ist betroffen. "Auf unseren Autobahnen geht gerade fast nichts mehr", sagte ein Sprecher der Polizeiautobahnstation Wiesbaden. Betroffen sei unter anderem die A3. Dort staute sich der Verkehr zwischen Raunheim und Idstein zeitweise auf knapp 30 Kilometern Länge.
Mittlerweile wird der Stau auf der A3 langsam kürzer. "Die Autobahnmeisterei konnte an der Anschlussstelle Niedernhausen inzwischen so weit nachstreuen und räumen, dass zumindest die linke und die mittlere Fahrbahn wieder frei sind, sagte eine Sprecherin der Polizeiautobahnstation am Abend. Dort würden nun keine Lkw mehr stehen und der Verkehr rolle langsam wieder. "Da es nicht mehr schneit, hoffen wir, dass sich der Stau dann bald soweit auflöst", sagte die Sprecherin. "Aber die Verkehrsteilnehmer müssen weiterhin viel Geduld aufbringen."
An Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Main wurde der Flugbetrieb im Laufe des Tages vorübergehend eingestellt. Starker Schneefall legte den Flugbetrieb am Nachmittag vorübergehend lahm. So waren ab etwa 15 Uhr keine Starts und Landungen möglich, teilte der Flughafenbetreiber Fraport mit. Grund sei die Schneedecke auf den Start- und Landebahnen, hieß es.
"In und um Mainz ist die Hölle los"
Die Experten von wetter.de warnten am Abend für Regionen nördlich von Frankfurt am Main und Wiesbaden vor starkem Schneefall. In Frankfurter Stadtgebiet wurden nach Angaben der Polizei binnen drei Stunden rund 50 Unfälle gemeldet. Dabei habe es sich größtenteils um Blechschäden gehandelt, hieß es. Laut der Autobahnpolizei Frankfurt gab es auf der A 661 und auf der A 66 einzelne Unfälle.
Dichter Schneefall und Glätte sorgten auch in und um Mainz für ein Verkehrschaos und massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. Ab 12.30 Uhr seien innerhalb von knapp vier Stunden im Gebiet des Polizeipräsidiums Mainz mindestens 85 Unfälle gezählt worden, sagte ein Polizeisprecher. Es gebe Verkehrsbehinderungen auf nahezu allen Straßen, sowohl innerhalb von Mainz als auch auf dem Autobahnring. Busse und Lastwagen seien liegengeblieben. "In und um Mainz ist die Hölle los."
Ab Freitag Hoffnung auf milderes Wetter
Unwetterwarnungen vor Glatteis gelten für große Teile Niedersachsens - bis voraussichtlich Mittwochmorgen. Es bestehe hohe Glättegefahr durch gefrierenden Regen und Eisansatz, teilte wetter.de mit. Deswegen soll am Mittwoch in mehreren Landkreisen der Präsenzunterricht an Schulen ausfallen.
Sollte sich die Wetterlage nicht entspannen, müssen Autofahrerinnen und Autofahrer am Donnerstag wegen eines Streikaufrufs in Schleswig-Holstein mit glatten Bundes- und Landstraßen rechnen. "Die Straßenmeistereien werden bezirksübergreifend arbeiten und sich aushelfen, um sicherzustellen, dass Gefahrenstellen weitestmöglich entschärft werden", kündigte der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV) an. Mit der Gewerkschaft Verdi sei eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen worden.
Aussichten auf milderes Wetter im Nordosten gibt es ab Freitag. Dann wird Hoch "Daniel" nach Osten abgedrängt und es kommt etwas mildere Luft an - der Dauerfrost verabschiedet sich größtenteils.