Panorama

Bundesstaaten rufen Notstand aus Schneesturm tobt an US-Ostküste

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Es schneit wieder in New York. Mitte Februar wurden noch 24 Grad plus gemessen.

dpa

Das wechselhafte Wetter an der amerikanischen Ostküste reißt nicht ab. Die US-Metropolen am Atlantik müssen sich erneut mit einem Schneesturm auseinandersetzen. Flugausfälle, eingeschränkter Bahnverkehr und geschlossene Schulen sind die Folge.

Nicht einmal eine Woche ist es her, dass bei einem sogenannten Bombenzyklon an der US-Ostküste acht Menschen ums Leben kamen - und schon ist das nächste Extremwetter da. Ein neuer Schneesturm führte dazu, dass die Gouverneure der US-Bundesstaaten New York, New Jersey und Massachusetts den Notstand ausriefen. Die Meteorologen erwarten in manchen Regionen bis zu 60 Zentimeter Neuschnee.

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Viele Schulen von Philadelphia bis Boston blieben bereits am heutigen Mittwoch geschlossen. Rund 2000 Flüge wurden gestrichen. Die beiden Bahnunternehmen Amtrak und Metro-North kündigten einen reduzierten Fahrplan an. Mehr als 50 Millionen Menschen von Maryland bis Maine sind von den Sturmwarnungen betroffen.

In der Metropole New York City wurden im Laufe des Tages zwischen 15 und 30 Zentimeter Neuschnee erwartet. Auch mit Überflutungen und Windböen wurde gerechnet. Beim bevorstehenden Sturm befürchten die Behörden noch größere Auswirkungen. "Wir erwarten, dass die Situation so schlimm wird, wie sie bereits in einigen Gebieten ist. In manchen wird es sogar noch schlimmer", sagte Tom Wolf, Gouverneur von Pennsylvania. Noch am Dienstag waren laut Angaben des US-Energieministeriums rund 240.000 Menschen aufgrund des Bombenzyklons von vorigem Freitag ohne Strom.

Die überraschenden Bombenzyklone werden auch mit dem Klimawandel in Zusammenhang gebracht. Die plötzlichen Kälteeinbrüche entstehen, wenn Arktikluft im Süden einfällt. Durch die steigenden Temperaturen in der Arktis werden auch die Jetstreams abgeschwächt, die normalerweise dafür sorgen, dass kältere Luft in höheren Sphären gehalten wird. Die Klimaforscherin Marlene Kretschmer, vom Potsdam-Institut für Klimaforschung, erklärte gegenüber der "New York Times", dass ein Zusammenhang bestehe, es nur noch nicht klar sei, "in welchem Umfang", da es ein sehr komplexes System sei.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa

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