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Kein Millionenerlös für Zimmerman Schusswaffe angeblich versteigert

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Zimmerman nutzte die Versteigerung, um sein Weltbild zu verteidigen.

(Foto: AP)

Der frühere Nachbarschaftswächter George Zimmerman bietet die Waffe, mit der er den schwarzen Jugendlichen Trayvon Martin erschossen hat, bei einer Auktion an. Die Versteigerung zeigt: In dem Fall ist das Land noch immer gespalten.

Eine bizarre Auktion ist angeblich zu Ende: George Zimmerman soll die Waffe, mit er den unbewaffnete Schwarzen Trayvon Martin erschossen hat, erfolgreich versteigert haben. Nach Angaben der Organisation United Gun Group lautet das letzte Angebot auf 138.900 Dollar, berichtet CNN. Die Echtheit dieses Angebots war nicht zu überprüfen. Die seit mehreren Tagen laufende Auktion war vermutlich mehrfach gehackt worden.

Zwischenzeitlich lag das Höchstgebot für die Tatwaffe des früheren Nachbarschaftswärters George Zimmerman bei 65 Millionen US-Dollar, also knapp 57,5 Millionen Euro. Ob es sich um ernsthafte Angebote handelt, darf allerdings bezweifelt werden. USA Today schreibt, dass das Höchstgebot zwischenzeitlich von einem Nutzer mit dem Namen "Racist McShootface" stammte. Wenig später wurde dieser Account gelöscht. Später gab ein Nutzer namens "Tamir Rice" das Höchstgebot ab - dies ist der Name eines Zwölfjährigen, der 2014 in Cleveland erschossen wurde, weil die Polizei seine Spielzeugpistole für eine echte hielt. Es wird vermutet, dass sie die Gebote künstlich in die Höhe treiben, um ernsthafte Bieter abzuschrecken.

Schon der Ausgangspreis von 5000 Dollar für die Neun-Millimeter-Pistole des Herstellers Kel-Tec lag deutlich über denen, die gebrauchte Waffen üblicherweise erzielen.

Die tödlichen Schüsse auf den 17-Jährigen und der Freispruch Zimmermans hatten in den USA 2012 eine Welle an Demonstrationen ausgelöst. Nach der Ankündigung des Schützen, dass er seine tödliche 9-mm-Pistole versteigern wolle, weil das sein gutes Recht sei, folgte ein Proteststurm im Internet. Die Auktionsseite teilte auf Twitter mit, Zimmerman prüfe nun mehrere Angebote.

Zimmerman nutzt Auktion zur Rechtfertigung

Dies sei die Schusswaffe, "die dafür verwendet wurde, mein Leben zu verteidigen und den brutalen Angriff von Trayvon Martin zu beenden", schreibt Zimmerman in der Beschreibung zu seiner Auktion. Er die bezeichnet die Waffe darin außerdem als "ein Stück amerikanischer Geschichte".

Zuerst hatte Zimmerman die Pistole auf der Auktionsseite GunBroker.com platziert. Von dort wurde sie aber nach nur wenigen Stunden wieder entfernt. Die Betreiber der Seite erklärten, Zimmerman habe sie weder vor noch nach der Platzierung der Pistole auf der Seite kontaktiert. Niemand stehe "in irgendeiner Beziehung" zu dem früheren Nachbarschaftswächter.

Einen Teil des Geldes, das er für die Pistole bekommt, will Zimmerman laut seiner Auktionsbeschreibung für den Kampf gegen "Black Lives Matter" einsetzen. Die Bewegung kämpft für die Rechte schwarzer US-Bürger, stachelt seiner Meinung nach aber zu Gewalt gegen Polizisten an. Außerdem will der 32-Jährige mit dem Geld "den Untergang der Staatsanwältin Angela Corey herbeiführen". Sie hatte den Tod von Trayvon Martin untersucht und Zimmerman angeklagt.

Quelle: n-tv.de, sba/dpa

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