Panorama

Noch rund 20 frei lebende Tiere Seltenes Siam-Krokodil tappt in Fotofalle

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Früher waren die Süßwasserkrokodile in Südostasien weit verbreitet.

(Foto: imago/blickwinkel)

In einem thailändischen Nationalpark wird das erste Mal seit zehn Jahren ein Exemplar der vom Aussterben bedrohten Spezies der Siam-Krokodile fotografiert. Die Begeisterung ist groß. Und auch das Krokodil darf sich glücklich schätzen, nicht in eine viel gefährlichere Falle getappt zu sein.

In einem thailändischen Nationalpark sind spektakuläre Aufnahmen des vom Aussterben bedrohten Siam-Krokodils gelungen. Die Behörden des Kaeng-Krachan-Nationalparks veröffentlichten die Fotos am Samstag. Sie waren entstanden, als ein Exemplar der Drei-Meter-Spezies ins Visier einer automatischen Kamera tappte. Es war erst das zweite Mal in zehn Jahren, dass im Kaeng-Krachan-Nationalpark ein Siam-Krokodil beobachtet wurde.

Die Aufnahmen dieses Krokodils gelangen, als es im Dezember in dem Nationalpark an der Grenze zu Myanmar an einer Uferböschung in der Sonne lag. Siam-Krokodile sind Süßwasserkrokodile. Früher waren sie in Südostasien weit verbreitet. Heute wird die Art jedoch von der Weltnaturschutzunion als hochgradig vom Aussterben bedroht betrachtet und steht auf deren Roter Liste. Die Leitung des Kaeng-Krachan-Nationalparks geht davon aus, dass es in freier Wildbahn nur noch rund 20 Exemplare des Siam-Krokodils gibt.

Das Siam-Krokodil sei ein Räuber, es sei aber zugleich eines der ersten Opfer der Schäden, die von Menschen in der Natur angerichtet würden, sagte Manoon Prewsoongnern von der Parkverwaltung. Wilddiebe stellen dem Siam-Krokodil nach, um aus seiner Haut Gürtel, Schuhe und Luxus-Handtaschen anzufertigen.

Quelle: ntv.de, lwe/AFP