Panorama

Schon sieben Tote in Phoenix Serienkiller tötet Opfer vor ihren Häusern

14.07.2016, 10:02 Uhr
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So könnte der gesuchte Mann aussehen. (Foto: dpa)

Er schießt auf Leute, die in einem bestimmten Viertel von Phoenix einfach auf der Straße stehen oder laufen. Inzwischen spricht die Polizei von einem Serienmörder. Und noch haben die Ermittler kaum einen Ansatzpunkt, ihn zu stoppen.

Die Polizei im US-Bundesstaat Arizona ist einem möglichen Serienkiller auf der Spur. Insgesamt sieben Menschen könnten dem unbekannten Schützen seit März im Gebiet der Millionenstadt Phoenix zum Opfer gefallen sein, teilte der dortige Polizeichef Joseph Yahner mit. Er rief die Bürger zur Fahndungshilfe auf, "um den Familien und den Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und weitere Gewalt zu verhindern".

Die Serie hatte im März begonnen, als ein 16-Jähriger beim Laufen am Straßenrand unvermittelt erschossen worden war. Der vorerst letzte derartige Fall ereignete sich Mitte Juni. Dabei wurden gleich drei Menschen auf einmal erschossen. Die meisten der Opfer wurden nach Polizeiangaben bei Dunkelheit vor ihren Häusern in einer eher ärmlichen Nachbarschaft getötet.

Polizeisprecher Jonathan Howard sagte, Zeugen hätten beschrieben, dass der Schütze für die tödlichen Schüsse sein Auto verlässt. Bisher habe man keine Verbindung der Opfer untereinander gefunden. Es waren Jugendliche und Ältere unter den Opfern, Frauen und Männer. Auch nach einem Hinweis, was die Opfer mit einem möglichen Mörder zu tun haben könnten, suchen die Ermittler noch.

"Irgendjemand da draußen muss wissen, wer das getan hat", erklärte Polizeichef Yahner. Die Polizei setzte eine Belohnung von 30.000 Dollar (27.000 Euro) für Hinweise aus, die zur Ergreifung führen. Unbekannte Personen oder Autos sollten sofort gemeldet werden. Sie veröffentlichte zudem eine Phantomzeichnung des Täters, bei dem es sich den Angaben zufolge um einen jüngeren Mann hispanischer Abstammung handeln könnte. Das Viertel, in dem sich die Taten ereignen, wird besonders von Latinos bewohnt.

Quelle: ntv.de, sba/AFP

Mord und TotschlagUSAArizona