Panorama

23-Jähriger wieder im GefängnisSexualstraftäter soll bei Hafturlaub Kinder missbraucht haben

15.07.2026, 19:22 Uhr
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Ein-Justizbeamter-steht-im-Innenhof-der-Jugendanstalt-Hameln
Der Innenhof der Haftanstalt in Hameln. (Foto: picture alliance/dpa)

Ein 23-Jähriger sitzt in Niedersachsen eine Haftstrafe wegen mehrfachen Kindesmissbrauchs ab. Im Zuge dessen macht er eine Therapie. Deren Erfolg ist unklar. Denn bei einem Hafturlaub soll er erneut rückfällig geworden sein.

Im Hafturlaub soll ein Sexualstraftäter aus Niedersachsen rückfällig geworden sein und mehrere Kinder missbraucht haben. Es sei zu schweren sexuellen Übergriffen gekommen, teilte das niedersächsische Justizministerium mit. Nachdem der 23-Jährige im Juli 2025 in Bayern festgenommen wurde, hat die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg nun Anklage am dortigen Landgericht eingereicht, wie die Ermittler bestätigten.

Bisher ist bekannt, dass der Verdächtige seit April 2021 wegen vergleichbarer Taten eine knapp fünfeinhalb Jahre lange Haftstrafe in der Jugendanstalt im niedersächsischen Hameln absaß. Nach Angaben des niedersächsischen Justizministeriums wurde er dort auch therapiert. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

Vor dem Hafturlaub soll er bereits mehrere Ausgänge gehabt haben. Zwischenzeitlich wurde das ausgesetzt, weil er einen Ausgang dazu missbrauchte, um mit seinem Handy Kontakt zu Minderjährigen aufzunehmen. Der Rückfall sei aber therapeutisch aufgearbeitet worden, unter anderem auch mit einem neuen Therapeuten.

Hafturlaub sollte auf Entlassung vorbereiten

Zur Vorbereitung auf die Haftentlassung sei dann auch ein Hafturlaub gewährt worden. Dabei soll der 23-Jährige Kontakt zu mehreren minderjährigen Kindern gehabt haben. Er wurde noch während des Hafturlaubs wieder festgenommen und befindet sich seitdem wieder in Haft. Der Fall wird nach Ministeriumsangaben aus Niedersachsen derzeit aufgearbeitet.

Nach Ende seiner bisherigen Haftzeit in Niedersachsen soll der Gefangene Anfang August nach Bayern verlegt werden. Dort soll er für die neuen Vorwürfe direkt wieder in Untersuchungshaft genommen werden.

Erst kürzlich war in Niedersachsen ein verurteilter Mörder bei einem begleiteten Freigang in Peine geflohen. Der Mann habe mit einem JVA-Mitarbeiter seine Mutter besucht. Nach Angaben des Justizministeriums war es der 38. Begleitausgang des Strafgefangenen seit September 2023. Die vorherigen 37 Ausgänge seien beanstandungslos verlaufen. Einen Tag nach der Flucht wurde er bei einem Verkehrsunfall in Italien festgenommen.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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