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Hilfe in letzter Minute Slackliner rettet Paar vor dem Ertrinken

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Slackliner über dem Fluss sind kein seltenes Bild an der Isar.

(Foto: picture alliance/dpa)

Als ein junger Mann mit seinem gummiartigen Seil, der "Slackline", an der Isar trainiert, bemerkt er plötzlich ein in Not geratenes Paar in dem Fluss. Er reagiert blitzschnell und rettet ihnen zusammen mit einem Freund das Leben.

Ein Student hat dank seines Hobbys, dem Balancieren auf sogenannten Slacklines, einem in Not geratenen Pärchen wohl das Leben gerettet. Eine 28-Jährige war mit ihrem ein Jahr älteren Freund in die Isar in München gefallen und wegen der starken Strömung abgetrieben. Mit letzter Kraft klammerten sich die beiden im kalten Wasser an einer Mauer fest und riefen um Hilfe, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte.

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Sören Arlt (r.) und Lukas Irmler, mit ihren Gurten, die einem Paar das Leben retteten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zwei Männer hatten gesehen, wie der Physikstudent ganz in der Nähe mit Freunden eine Slackline, also ein langes Band zum Balancieren, über die Isar gespannt hatte und darauf übte. "Die kamen angerannt und fragten, ob wir helfen können", sagte Slackliner Sören Arlt. Der 23-Jährige habe sich daraufhin mehrere stabile Schlingen, mit denen er die Slackline an Bäumen befestigt, geschnappt, sie aneinander gebunden und zu dem Pärchen ins Wasser geworfen.

"Die Frau war ziemlich fertig und hatte kaum noch Kraft", erzählte Arlt. "Ihr habe ich zugerufen, mit den Beinen in die Schlinge zu schlüpfen, weil das kraftsparender ist als sich mit den Händen festzuhalten." Auch ihr Partner habe sich festgeklammert. "Etwa fünf Minuten später kam die Polizei, die zusätzlich ein Seil ins Wasser warf", sagte Arlt Schlussendlich stiegen Taucher der Feuerwehr ins Wasser und retteten die beiden. Mit leichter Unterkühlung und blauen Flecken kamen sie in eine Münchner Klinik.

Der Sprecher der Feuerwehr ist sich sicher: Hätte Slackliner Arlt nicht die Schlingen ins kalte Wasser geworfen, wäre das Pärchen abgetrieben und wahrscheinlich ertrunken. "Die Strömung ist zurzeit sehr stark, und die Isar führt viel kaltes Wasser", erklärte er. Die Feuerwehrler haben Arlt für einen Preis für Zivilcourage des Stadtfeuerwehrverbands München vorgeschlagen. Als Held sieht sich der Student übrigens nicht: "Das war eher gutes Teamwork."

Quelle: n-tv.de, joh/dpa

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