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Vorschläge nach Krefeld-Brand So könnten Zoos sicherer werden

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Reinschmidt ist Direktor des Karlsruher Zoos.

(Foto: dpa)

Der Brand im Krefelder Zoo löst eine Debatte darüber aus, wie man Tierparks besser vor Feuer schützen könnte. Der Direktor des Karlsruher Zoos macht nun mehrere Vorschläge. Auf keinen Fall dürfe der Brand seiner Meinung nach generell die Affenhaltung in Zoos in Frage stellen.

Nach dem verheerenden Feuer im Krefelder Affenhaus sollten Tierparks aus Sicht des Karlsruher Zoo-Chefs ihre Brandschutzmaßnahmen anpassen. "Wir müssen das Thema noch mal differenzierter angehen", sagte Matthias Reinschmidt in Karlsruhe. Denkbar sei etwa die Installation neuer Feuermelder, die bei plötzlichen Temperaturschwankungen anschlagen.

Zudem könnten mehr Kontrollgänge sowie kombinierte Innen- und Außengehege, bei denen Tiere Tag und Nacht raus können, mehr Sicherheit schaffen. Speziell an Silvester könnte auch eine Art Sicherheitszone um Zoos Tiere besser schützen, meinte er. In der Silvesternacht waren im Krefelder Zoo mehr als 30 Tiere bei einem Feuer ums Leben gekommen, darunter mehrere Menschenaffen.

Auf keinen Fall dürfe der Brand in Krefeld Anlass sein, generell die Affenhaltung in Zoos in Frage zu stellen, sagte Reinschmidt: "Wir sehen uns als Zentren der Arterhaltung." Gerade für vom Aussterben bedrohte Arten wie Orang-Utans brauche man jeden verfügbaren Platz.

Von ehemals rund einer Million Orang-Utans auf der Erde gebe es inzwischen nur noch 50.000 in der freien Natur - auch weil immer mehr Wälder abgeholzt werden. Derzeit leben Reinschmidt zufolge 1200 Orang-Utans in Zoos. Um die genetische Vielfalt zu sichern, sollten es nach seiner Meinung noch mehr sein.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa