Panorama

n-tv Reporter auf der ILA So rettet die Bundeswehr verletzte Soldaten

Wie bringt die Bundeswehr im Ernstfall verletzte Soldaten in Sicherheit? Auf der Flugschau ILA geht n-tv Reporter Lars Tepel den Stationen der militärischen Rettungskette nach - vom Transport aus der Kampfzone bis zur Heimreise in der "fliegenden Intensivstation".

Die Auslandseinsätze der Bundeswehr konfrontieren die Truppe mit großen Herausforderungen: Bei Missionen wie etwa in Afghanistan, im Mittelmeer oder Mali müssen sich Soldatinnen und Soldaten im Parlamentsauftrag erheblichen Risiken für Leib und Leben aussetzen. Im Notfall müssen Piloten und Mediziner gemeinsam sicherstellen, dass die Versorgung von Verletzten oder Verwundeten rasch und reibungslos funktioniert.

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An Bord der Medevac-A310 auf der ILA: Bundeswehr-Ärztin Janina Post (l.) und n-tv Reporter Lars Tepel.

(Foto: n-tv)

Auf der Berliner Luftfahrtausstellung nutzt n-tv Reporter Lars Tepel die Gelegenheit, sich das dort aufgefahrene Material der Bundeswehr aus der Nähe anzuschauen und die Fachleute zu den Abläufen der sogenannten Medevac-Einsätzen zu befragen. Zusammen mit den Kollegen hinter der Kamera führt er die Zuschauer dabei hinter die Kulissen der gesamten militärischen Rettungskette.

Das Vorgehen ist bis ins Detail geplant und aufeinander abgestimmt: Vom Abtransport der Verwundeten aus der Kampfzone an Bord eines militärischen Rettungshubschraubers vom Typ NH-90 über die notfallchirurgische Erstversorgung im schnell verlegbaren Rettungszentrum mit vollausgestatteten Operationssälen bis hin zur medizinischen Evakuierung an Bord einer der "fliegenden Intensivstationen" der Bundeswehr.

Medevac-Flüge in die Heimat

An Bord dieser speziell umgerüsteten Transportmaschine vom Typ Airbus A310 ist ausreichend Platz für medizinisches Gerät und die mitfliegenden Notfallmediziner. In der Kabine des olivgrünen Jets können bis zu 44 liegende Patienten gleichzeitig zurück nach Deutschland gebracht werden. Anders als im zivilen Luftverkehr spielen Flugpläne oder Fragen der Auslastung bei Medevac-Einsätzen keine Rolle.

"Wir fliegen auch nur für einen Patienten, wenn er unsere Hilfe benötigt", betont Bundeswehr-Ärztin Janina Post. Dazu stehen Medevac-Teams rund um die Uhr in Bereitschaft. Ziel der an der Rettungskette der Bundeswehr beteiligten Crews, fasst n-tv Reporter Tepel zusammen, ist es sicherzustellen, "dass alle Soldaten so gesund wie möglich wieder nach Hause kommen."

Quelle: n-tv.de, mmo