Panorama

"Dorian"-Stärke überrascht Trump South Carolina ordnet Küsten-Evakuierung an

Hurrikan "Dorian" trifft mit fast 300 Kilometern pro Stunde auf die nördlichen Bahamas. US-Präsident Trump ist von der Wucht des Wirbelsturms überrascht. In South Carolina sind mehr als 800.000 Bürger von einer Evakuierungsanordnung betroffen.

Wegen des herannahenden Hurrikans "Dorian" hat der US-Bundesstaat South Carolina eine Evakuierung seiner gesamten Küste angeordnet. Bis zu 830.000 Anwohner müssen sich ab Mittag in Sicherheit bringen, erklärten die Behörden. Die weiträumige Evakuierung dürfte eine unpopuläre Maßnahme sein. "Wir können nicht alle Menschen zufriedenstellen, aber wir können alle Menschen am Leben halten", sagte Gouverneur Henry McMaster. Schulen und Behörden in den Gebieten würden bis auf Weiteres geschlossen bleiben.

Der Hurrikan der gefährlichsten Kategorie soll dort nicht vor Mittwoch eintreffen. Prognosen zufolge dürfte "Dorian" von den Bahamas kommend frühestens am heutigen Abend Florida erreichen.

Hurrikan-Warnung für Teile Floridas

Dort haben die Behörden für weite Teile der Ostküste des Bundesstaates eine Hurrikan-Warnung ausgesprochen. Wegen des heranziehenden Wirbelsturms "Dorian" drohen bis Mitte der Woche lebensbedrohliche Sturmfluten, heftige Regenfälle und gefährliche Winde, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum erklärte.

Der Hurrikan der gefährlichsten Kategorie fünf sollte in Florida nach bisherigen Prognosen nicht auf Land treffen, aber schon "eine leichte Abweichung" könnte das Zentrum des Sturms in unmittelbare Küstennähe oder an Land bringen, wie die Meteorologen warnten. Winde können in Hurrikan-Stärke bis zu 75 Kilometer vom Zentrum des Sturms entfernt auftreten.

Meterhohe Sturmfluten

Mehrere Orte in Florida haben bereits gültige Evakuierungen für küstennahe und tieferliegende Gebiete angeordnet. Auch in den nördlich angrenzenden Bundesstaaten Georgia, South Carolina und North Carolina ist im Lauf der Woche mit heftigen Winden, starken Regenfällen und Überschwemmungen zu rechnen.

Das Zentrum des Hurrikans war am Sonntag mit zerstörerischen Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Kilometern pro Stunde auf die nördlichen Bahamas getroffen. Dort drohten lebensgefährliche Sturmfluten von bis zu sieben Meter Höhe. Experten befürchteten infolge des Hurrikans große Zerstörung.

Trump: "Einer der größten, die wir je gesehen haben"

US-Präsident Donald Trump hat indes nach einer Einsatzbesprechung mit seiner Bundesbehörde für Krisenmanagement FEMA erneut vor den katastrophalen Folgen des Hurrikans "Dorian" gewarnt. "Seine Auswirkungen werden über Hunderte Meilen oder mehr vom Auge des Sturms entfernt spürbar sein", sagte Trump während der Sitzung, bei der auch mehrere seiner Minister und der Senator des besonders betroffenen Bundesstaates Florida, Rick Scott, anwesend waren.

Der Hurrikan sei "einer der größten, die wir je gesehen haben", erklärte Trump weiter und zeigte sich überrascht, dass ein Sturm überhaupt so stark sein könne. Er sicherte dem Bundesstaat zu, dass die Regierung in Washington während und nach dem Sturm Hilfe bereitstellen werde.

 

Quelle: ntv.de, bad/dpa

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