Panorama

Minister kündigt Grenzöffnung an Spanien-Urlaub ab Ende Juni möglich

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Mallorca-Urlaub könnte bereits Ende Juni wieder möglich sein - dann soll zumindest der Tourismus wieder anlaufen.

(Foto: REUTERS)

In Spanien gilt wegen der Coronavirus-Pandemie der Notstand, der bis Ende Juni verlängert werden soll. Mit Ende der Frist sollen dann wieder Urlauber ins Land kommen dürfen. Dem Tourismus-Sektor droht dennoch ein Milliardenverlust.

Spanien will zur Sommersaison Urlauber wieder ins Land lassen. "Von Ende Juni an werden wir mit den touristischen Aktivitäten beginnen", kündigte Verkehrsminister Jose Luis Abalos im Sender TVE an. Bis dahin sollen auch die meisten Beschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie aufgehoben werden. Man müsse Spanien auch unter gesundheitlichen Gesichtspunkten zu einem attraktiven Land machen, sagte der Minister.

Der Tourismus macht in Spanien mehr als zwölf Prozent der Wirtschaftsleistung aus. Der Tourismusverband Exceltur hat bereits früher erklärt, selbst wenn Ende kommenden Monats die Grenzen geöffnet würden, sei mit Einnahmeverlusten zwischen 93 und 124 Milliarden Euro zu rechnen. Spanien hatte erst vergangene Woche eine zweiwöchige Quarantäne für alle Einreisenden beschlossen. In Deutschland gilt die weltweite und damit auch Spanien umfassende Reisewarnung des Auswärtigen Amtes noch bis zum 14. Juni.

Phase 2 auf einigen Inseln

Die linke Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez will allerdings den seit Mitte März und noch bis zum 23. Mai geltenden Notstand um einen weiteren Monat bis Ende Juni verlängern. Über die Verlängerung wird das Parlament am Mittwoch debattieren und abstimmen.

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Während die meisten Provinzen Spaniens sich bereits in der ersten Phase der Lockerungen befinden, müssen die von der Pandemie besonders schwer betroffenen Regionen Madrid und Barcelona noch mindestens eine Woche mit der Ausgangssperre klarkommen. Die kleinen, vom Coronavirus nur wenig in Mitleidenschaft gezogenen Kanaren-Inseln El Hierro, La Graciosa und La Gomera sowie die Baleareninsel Formentera rückten unterdessen am Montag schon in Phase 2. Rund 50.000 Menschen dürfen sich somit am Strand aufhalten und im Meer baden.

Mit mehr als 27.500 Toten und über 230.000 Infektionen ist Spanien eines der von der Pandemie weltweit am schwersten betroffenen Länder. Die Zahlen werden aber seit Wochen besser. So sank die Zahl der pro Tag wegen Covid-19 gestorbenen Menschen am Sonntag auf 87 und damit erstmals seit zwei Monaten unter die Marke von 100.

Quelle: ntv.de, mba/rts/dpa