Panorama

Mobile "Juwelenverkäufer" Sterne-Köche steigen auf Food Trucks um

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Alexandre Mazzia sieht sich selbst als kulinarischer "Juwelenverkäufer".

(Foto: imago images/Hans Lucas)

Frühestens am 20. Januar sollen Restaurants in Frankreich wieder öffnen dürfen. Die hiesige Sterneküche zeigt sich kreativ und entdeckt Food Trucks für sich. Am Verkauf der delikaten Speisen verdienen die Spitzenköche allerdings nichts.

Frankreich entdeckt den Sterne-Food-Truck: Wegen der fortgesetzten Schließung ihrer Restaurants in der Corona-Pandemie setzen Spitzenköche auf "Gastro-Mobile". In der südfranzösischen Hafenstadt Marseille bieten gleich mehrere Köche ihre Kreationen zum Mitnehmen an.

Alexandre Mazzia vom Restaurant AM, der im Michelin-Führer zwei Sterne hat, sieht sich selbst als kulinarischer "Juwelenverkäufer", wie er sagte. Vor seinem rollenden Restaurant "Michel" auf dem Boulevard Prado bilden sich mittags lange Schlangen.

Als Vorspeisen bietet er "geeisten Rote-Bete-Nektar an weißem Balsamico" oder "Grillkürbis mit Zitronenpomade" an, als Hauptspeise Lammköfte mit Honigrüben, Rotkraut und Süßkartoffeln. Ein Menü zum Mitnehmen kostet 24 Euro. Gewinn mache er damit nicht, sagt Mazzia. "Mir geht es darum, während des Lockdowns den Kopf über Wasser zu halten und meiner Leidenschaft zu frönen."

Auch am alten Hafen von Marseille bieten Spitzenköche ihre Speisen in einem Food Truck an. Dort wechseln sich im November Lionel Levy, Ludovic Turac und Coline Faulquier von verschiedenen Sternerestaurants der Stadt ab. Für sie ist es finanziell eine kleine "Sauerstoffdusche", wie Levy sagt.

Präsident Emmanuel Macron hat den französischen Gastronomen keine Hoffnungen gemacht: Die Öffnung der Restaurants ist wegen der weiter hohen Infektionszahlen frühestens am 20. Januar geplant.

Quelle: ntv.de, mba/AFP

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