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"Keine Verbindung zu uns" Sterne-Restaurant öffnet nach Todesfall

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Die Ursache für die Vergiftung sei ihm weiterhin "nicht bekannt", sagt der Küchenchef

(Foto: imago/Agencia EFE)

Nach einem Essen im Sterne-Restaurant "Riff" in Valencia stirbt eine Frau. Ihr Mann und der Sohn erleiden Lebensmittelvergiftungen. Die Behörden ermitteln, die Ursache bleibt bisher unklar. Nun erklärt der deutsche Küchenchef, warum er wieder öffnen wird.

Drei Wochen nach der mutmaßlich tödlichen Lebensmittelvergiftung einer Frau hat ein von einem deutschen Küchenchef betriebenes Sterne-Restaurant in Spanien wieder geöffnet. "Wir eröffnen jetzt wieder, weil ich sicher bin, dass das Restaurant zur Wiedereröffnung in der Lage ist und höchste Sicherheit gewährleisten kann", twitterte der Chef des mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Restaurants "Riff" in Valencia, Bernd Knöller.

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Eine 46-jährige Frau war im Februar nach einem Essen im "Riff" gestorben. Sie hatte dort zusammen mit ihrem Mann und ihrem zwölfjährigen Sohn gegessen. Vater und Sohn erlitten ebenfalls eine Lebensmittelvergiftung, erholten sich aber wieder. Insgesamt hatten rund 30 Gäste Vergiftungssymptome gezeigt. Die spanische Justiz leitete Ermittlungen ein. Einen formell Beschuldigten gibt es bislang nicht.

Nun habe das Restaurant nach zwei Überprüfungen durch die Behörden wieder geöffnet, erklärte Knöller. "Das Gesundheitsamt hat uns von der ersten Inspektion an stets versichert, dass es keinen Grund dafür gibt, das Restaurant geschlossen zu halten." Das 2001 eröffnete Lokal trägt seinen Stern seit 2009.

Die Ursache für die Vergiftung sei ihm weiterhin "nicht bekannt", erklärte Knöller. "Sie zu ermitteln überlassen wir den Experten, die mit der Aufklärung beschäftigt sind. Momentan wissen wir nur, dass keine direkte Verbindung zum Restaurant besteht."

Pilze sollen aus China stammen

Spanische Medien hatten berichtet, dass die später verstorbene Frau im "Riff" Pilze gegessen habe. Diese seien zwar als spanische Produkte deklariert gewesen, tatsächlich seien sie aber aus China importiert worden.

"Auf die Frage, ob wir Pilze aus China gekauft haben, muss ich klar antworten, dass sie von einem Lieferanten in León stammen, bei dem ich seit 28 Jahren einkaufe", erklärte Knöller. "Der Kauf von Produkten aus anderen Ländern entspricht weder der Vorgehensweise noch der Firmenpolitik des Riff. Selbst auf dem technischen Datenblatt des Produkts, das uns übermittelt wurde, war die Herkunft nicht angegeben."

Quelle: n-tv.de, kst/AFP

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