Panorama

Lotsen teils ohne KommunikationStörung legt Flugverkehr über Griechenland zeitweise lahm

04.01.2026, 12:45 Uhr
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Tower-Flughafen-Eleftherios-Venizelos-Athen-Griechenland
Nach einer technischen Panne geht an griechischen Flughäfen derzeit so gut wie gar nichts. (Archivbild) (Foto: picture alliance / Schoening)

Im griechischen Luftverkehr geht vorübergehend fast nichts. Grund dafür ist aber kein turbulentes Wetter, sondern der Ausfall eines Funksystems. Die Fluglotsen können nicht miteinander kommunizieren. Mittlerweile starten und landen die ersten Flieger wieder.

Nach einer schweren technischen Panne und dem vollständigen Erliegen des Luftverkehrs in Griechenland sind am Sonntagmittag wieder die ersten Flugzeuge gestartet und gelandet. "Die Fluglotsen nutzen alternative Frequenzen und können nun wieder erste Flüge abwickeln", sagte der Präsident des Verbands der Fluglotsen Panagiotis Psarros dem griechischen TV-Sender ERTNews. Wann der Luftverkehr wieder vollständig normal laufen sollte, konnte er nicht sagen.

Zuvor kam der Flugverkehr in Griechenland fast vollständig zum Erliegen. Betroffen waren alle Flughäfen des Landes, darunter die internationalen Flughäfen Athen und Thessaloniki. Nach Angaben der griechischen Behörde für die zivile Luftfahrt, HCAA, lag das Problem bei den zentralen Funk- und Kommunikationssystemen der Kontrollzentren für den griechischen Luftraum. Offenbar konnten die Fluglotsen nicht miteinander kommunizieren.

Eine Cyberattacke schloss der Präsident des Verbands der Fluglotsen aus. Er kritisierte vielmehr den Zustand der Kommunikationssysteme: "Unsere Systeme sind uralt", sagte er dem Sender ERTNews. Darauf habe die Gewerkschaft der Fluglotsen bereits mehrfach hingewiesen.

"Infolgedessen besteht die erste Maßnahme darin, alle Abflüge von griechischen Flughäfen auszusetzen. Gleichzeitig werden Anstrengungen unternommen, um bereits in der Luft befindliche Flugzeuge so zu steuern, dass sie sicher landen können", erklärte Panagiotis Psaros, Präsident der Vereinigung der Fluglotsen, gegenüber "Kathimerini".

Auf Flightradar24, einem Online-Dienst zur Flugverfolgung in Echtzeit, ist ein fast leerer griechischer Luftraum zu sehen. Nach Angaben von ERTNews werden alle Flüge Richtung griechischen Luftraum umgeleitet. Wann der reguläre Flugbetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist unklar.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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