Böschungsarbeiten als Ursache? Straße in Coesfeld bricht ein und rutscht in Quarzgrube

Glück im Unglück: Als ein 80 Meter langes Straßenstück im Münsterland in eine angrenzende Quarzgrube rutscht, ist gerade kein Auto darauf unterwegs. Verkehrsteilnehmer müssen allerdings für eine längere Zeit auf Umleitungsstrecken ausweichen.
Im nordrhein-westfälischen Coesfeld ist eine Straße abgesackt. Auf Höhe eines Quarzwerkes sei die Böschung abgerutscht und die Straße infolge der Erdbewegungen auf einer Länge von etwa 80 Metern in die angrenzende Quarzgrube abgebrochen, teilte der Kreis im Münsterland mit.
Einige Menschen hätten schon zuvor ein Absenken der Straße bemerkt und den Notruf gewählt. Polizei und Feuerwehr sperrten demnach die Straße, bevor sie am Freitagabend abbrach. Verletzt wurde niemand.
Die Abbruchkante wurde mit einem zusätzlichen Zaun gesichert. Wie tragfähig der Bereich um die Abbruchkante noch ist, prüfe der Kreis nun gemeinsam mit der Bergbaubehörde, hieß es. Zudem müsse bewertet werden, welche Sicherheitsmaßnahmen noch erforderlich seien. Weshalb genau es zu dem Böschungsbruch kommen konnte, blieb zunächst unklar. Einem Kreissprecher zufolge habe es zuvor möglicherweise Böschungsarbeiten gegeben.
Die betroffene Kreisstraße werde absehbar nicht nutzbar sein, hieß es. Autofahrer sollten die weiträumigen Ausweichstrecken nutzen. Empfohlene Umleitungsstrecken würden zeitnah ausgeschildert, teilte der Kreis mit. "Aktuell sind wir dabei, gemeinsam mit dem Busunternehmen den Schulbusverkehr zu organisieren", sagte ein Sprecher. Wie lange mit Einschränkungen zu rechnen sei, könne man noch nicht sagen.