Erheblicher Sachschaden Sturm "Kristin" verwüstet Portugal und fordert mehrere Tote

Mit voller Wucht trifft Sturm "Kristin" die Küste Portugals. In beliebten Urlaubsorten kommt es zu Stromausfällen und Straßensperren, Menschen werden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen - dennoch gibt es Tote. Inzwischen zieht das Unwetter weiter.
In Portugal sind durch das heftige Unwetter "Kristin" in der Nacht mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Ein Autofahrer starb, als sein Fahrzeug nördlich von Lissabon von einem umstürzenden Baum getroffen wurde. Weiter nördlich in der Stadt Carvide wurde eine Person von einem umherfliegenden Blech getroffen, eine andere in ihrem teilweise eingestürzten Haus verschüttet, wie der staatliche TV-Sender RTP unter Berufung auf den Zivilschutz berichtete.
Bei Silves wurde eine Niederländerin leblos in ihrem Auto gefunden, das im Wasser versunken war. In Marinha Grande gab es ein fünftes Todesopfer, wie RTP unter Berufung auf die Stadtverwaltung berichtete. Betroffen von dem heftigen Regen und starkem Wind waren vor allem das Zentrum Portugals und die Region um die Hauptstadt Lissabon.
Zudem sei erheblicher Sachschaden entstanden, teilten die Rettungskräfte mit. Bis zu einer Million Haushalte waren zeitweise ohne Strom. Die Rettungsdienste rückten in der Nacht nach eigenen Angaben zu insgesamt 1500 Einsätzen aus. Zahlreiche Straßen waren gesperrt oder teilweise blockiert, darunter auch die wichtigste Autobahn des Landes, die Lissabon mit dem Norden des Landes verbindet. Auch der Zugverkehr war in mehreren Regionen beeinträchtigt. In Figueira da Foz an der zentralportugiesischen Atlantikküste brachte der Wind ein Riesenrad zum Einsturz. In einigen Gemeinden fiel der Schulunterricht.
Der Sturm war am frühen Morgen mit voller Wucht auf die Küste des Urlaubslandes getroffen. Auf einer Luftwaffenbasis in Monte Real sei eine Windgeschwindigkeit von 178 Kilometern pro Stunde gemessen worden, berichtete CNN Portugal. Es kam unter anderem zu Überschwemmungen, Erdrutschen und blockierten Straßen durch umgeknickte Bäume. Die Behörden riefen die Menschen besonders betroffener Regionen auf, zunächst zu Hause zu bleiben, wie die staatliche Nachrichtenagentur Lusa meldete.
Der Sturm zog inzwischen Richtung Osten nach Spanien ab. Auch dort kam es wegen Schneefalls zu erheblichen Verkehrsproblemen wie in Madrid. Zudem fiel Schulunterricht in Andalusien aus. An den Küsten wie auch auf Mallorca wurde vor hohem Wellengang gewarnt. Auf der beliebten Urlaubsinsel stürmte und hagelte es. Für Ibiza warnte der spanische Wetterdienst Aemet vor Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometern pro Stunde.