Panorama

Nach Flugzeugabsturz in Russland Suchtrupps bergen 19 Leichen

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Wrackteile des Flugzeugs wurden rund vier Kilometer vor dem Zielflughafen gefunden.

(Foto: dpa)

Im Osten Russlands ist eine Antonow AN-26 abgestürzt. An Bord waren 28 Menschen. Suchtrupps haben bis jetzt 19 Tote geborgen. Es wird vermutet, dass kein Passagier überlebt hat. Möglicher Grund für den Absturz könnten die Wetterbedingungen zum Absturzzeitpunkt gewesen sein.

Nach dem Flugzeugabsturz des russischen Passagierflugzeugs im Osten Russlands hat ein Suchtrupp 19 Leichen geborgen. Bislang konnte nur ein Toter identifiziert werden, teilt das Katastrophenschutzministerium vor Ort mit. Angesichts der geographischen Lage und der Beschaffenheit der Landschaft auf der Halbinsel Kamtschatka sind die Bergungsarbeiten schwierig.

Unter den 28 Menschen an Bord waren sechs Besatzungsmitglieder und 22 Passagiere, darunter auch zwei Minderjährige. Es wird vermutet, dass alle bei dem Absturz ums Leben gekommen sind. Mehr als 50 Helfer durchkämmen den Behördenangaben zufolge die Küste des Ochotskischen Meeres, aber Nebel, starker Wind und hohe Wellen erschweren die Suche. Auch Taucher und ein Hubschrauber sind zum Einsatz gekommen.

Trümmer im Meer und an der Steilküste gefunden

Die Maschine vom Typ AN-26 war auf dem Weg von Petropawlowsk-Kamtschatski nach Palana auf der Halbinsel Kamtschatka, als der Kontakt zu ihr abriss. Es wurde sofort befürchtet, dass die Maschine abgestürzt war. Die Trümmer wurden schließlich rund vier Kilometer vor dem Flughafen, auf dem sie landen sollte, im Meer und an der Steilküste gefunden. Neben den Wetterverhältnissen untersuchen Ermittler technische Gründe oder eventuelles menschliches Versagen als Absturzursache.

Die Antonow AN-26 sowjetischer Bauart wurde von einer kleinen örtlichen Fluggesellschaft betrieben und war laut Spezialisten-Websites 38 Jahre alt. Russland hat nach mehreren tödlichen Flugzeugunfällen in den vergangenen Jahren an der Sicherheit im Luftverkehr gearbeitet. Dennoch kommt es infolge mangelhafter Flugzeugwartung und laxer Sicherheitsstandards immer wieder zu Flugzeugunglücken.

Auch eine Kommission mit dem russischen Verkehrsminister Witali Saweljew reiste zu der Unglücksstelle. Gouverneur Solodow sagte, dass vor allem die Flugschreiber gesucht würden, um den Absturz aufzuklären. Er setzt eine dreitägige Trauer an. Die Behörden stellten den Familien der getöteten 22 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder jeweils mindestens 3,5 Millionen Rubel (rund 40 000 Euro) Schmerzensgeld in Aussicht.

Quelle: ntv.de, sso/AFP/dpa

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