Panorama

Von polnischem U-Boot versenktTaucher finden NS-Schiffswrack

24.06.2015, 13:49 Uhr
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(Foto: imago/Westend61)

Das Schiff war Teil der Operation "Weserübung" und sollte den deutschen Einmarsch in Norwegen vorbereiten. Doch dazu kam es nicht, ein polnisches U-Boot versenkte die "Rio de Janeiro" mit fast 400 Mann an Bord. Nun ist es in der Meerestiefe entdeckt.

Vor der norwegischen Südküste ist das Wrack des deutschen Schiffs "Rio de Janeiro" gefunden worden. Das Dampfschiff wurde am 8. April 1940 von einem polnischen U-Boot vor Lillesand versenkt. Wie der Reichsantiquar (Chef der norwegischen Denkmalschutzbehörde), Ivar Nesse-Aarrestad, mitteilte, wurde das Wrack in 135 Metern Tiefe entdeckt. Das Schiff war Teil der sogenannten Operation "Weserübung" und mit Soldaten und Torpedos für den Einmarsch in Norwegen beladen.

Bei dem Angriff kamen 200 Mann Besatzung ums Leben, 183 überlebten und wurden von den Bewohnern von Lillesand und Høvag versorgt. Die ahnten damals nicht, dass Norwegen nur einen Tag später von den Deutschen attackiert werden sollte.

Sechs Jahre lang suchten Hobby-Taucher nach dem Wrack. Nachdem die Schiffslaterne, in die eine Seriennummer gestanzt ist, geborgen wurde, waren sie sicher, die "Rio de Janeiro" gefunden zu haben. Nun suchen sie nach der Schiffsglocke, die der Kommune Lillesand übergeben werden soll. Geborgen wird das Schiff nicht.

"Wir möchten, dass das Wrack als Grabstätte für die Umgekommenen erhalten bleibt", sagte Reichsantiquar Nesse-Aarrestad dem norwegischen Rundfunk NRK. Dass das Wrack zum Anziehungspunkt für andere Taucher werde, fürchte er nicht. "Das Schiff liegt so tief und es ist schwer für Leute, so weit hinunterzukommen."

Quelle: ntv.de, ghö/dpa

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