Panorama

Bergung nach Vulkanausbruch Taucher setzen Suche in Todeszone fort

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Einsatz unter Lebensgefahr: Einsatzkräfte von Polizei und Marine suchen unter Wasser nach weiteren Toten.

(Foto: NEW ZEALAND POLICE via REUTERS)

Die Bergung nach dem Vulkanausbruch dauert an: Noch immer werden zwei Opfer der Eruption auf White Island vermisst. Speziell ausgebildete Taucher suchen im Meer vor der Küste der Insel nach den Leichen. Auch an Land wird weiterhin unter Lebensgefahr nach den Vermissten gefahndet.

Taucher von Polizei und Militär Neuseelands haben die Suche nach zwei Vermissten in den Gewässern rund um die Vulkaninsel White Island fortgesetzt. Zuvor waren am Freitag sechs weitere Leichen unter schwierigsten Bedingungen von der Insel geborgen worden. Die Polizei versucht unterdessen, Anhaltspunkten zur Suche nach den beiden Vermissten an Land zu ermitteln.

Regierungschefin Jacinda Ardern kündigte für Montag eine Gedenkminute für die Opfer an. "Wo auch immer man in Neuseeland oder an anderer Stelle der Welt ist, ist dies ein Moment, in dem wir an der Seite derer stehen, die ihre Liebsten in dieser außergewöhnlichen Tragödie verloren haben", heißt es in einer am Wochenende verbreiteten Erklärung.

Neuseelands aktivster Vulkan war vergangenen Montag überraschend ausgebrochen. Insgesamt 17 Menschen, Touristen und Führer, die sich auf einer Sightseeingtour auf der Vulkaninsel Whakaari/White Island befanden, starben infolge des Ausbruchs, Dutzende weitere wurden verletzt. Es ist zu befürchten, dass die Zahl der Todesopfer weiter ansteigt: Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist ein weiterer Mensch im Krankenhaus gestorben. Damit liege die Zahl der Todesopfer offiziell bei 15. 27 Menschen werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums noch in Krankenhäusern in Neuseeland und Australien behandelt. Mindestens zehn von ihnen befänden sich aufgrund großflächiger Verbrennungen in kritischem Zustand.

Der Inselstaat Neuseeland liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Der Vulkan auf Whakaari gilt als gefährlichster des Landes. Er war seit einiger Zeit wieder verstärkt aktiv, trotzdem fuhren immer wieder Boote mit Ausflüglern dorthin.

Das Betreten der Insel war nur mit ausgebildeten Führern gestattet. Das Eiland befindet sich in Privatbesitz und ist nunmehr als Todeszone komplett gesperrt. Es war allerdings der erste tödliche Ausbruch seit 1914 - damals kamen zehn Bergarbeiter ums Leben.

Quelle: ntv.de, ibu/dpa