Panorama

Wassermassen in Sydney Tausende Australier müssen vor Fluten fliehen

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Das Katastrophenschutz ist besorgt und warnt vor Sturzfluten und Erdrutschen.

(Foto: IMAGO/AAP)

Die Ostküste Australiens wird von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht. Viele Bewohner Sydneys werden nun aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Die Lage könnte sich noch erheblich verschlimmern, warnt der Katastrophenschutz.

Wegen Überschwemmungen sind Tausende Einwohner Sydney zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert worden. Der Stadtteil Camden im Südwesten der größten Metropole Australiens steht nach sintflutartigen Regenfällen an der Ostküste unter Wasser. "Die Lage könnte sich im Laufe der Nacht noch erheblich verschlimmern", warnte die Leiterin des staatlichen Katastrophenschutzes, Carlene York.

Heftige Regenfälle sowie überlaufende Dämme und Flüsse sorgten dafür, dass entlang der Ostküste von Newcastle bis Batemans Bay im Bundesstaat New South Wales Sturzfluten und Erdrutsche drohten. "Es handelt sich um eine sich rasch entwickelnde Situation", sagte die Ministerin für Katastrophenschutz von New South Wales, Steph Cooke. "Es könnte durchaus sein, dass Gebiete betroffen sind, die noch nie zuvor von Überschwemmungen betroffen waren."

Die heftigen Regenfälle führten dazu, dass der Hauptdamm von Sydney am frühen Sonntagmorgen überlief, wie die Wasserbehörde mitteilte. "Das Wasser kann nicht mehr in den Dämmen bleiben", sagte York. "Die Flüsse fließen sehr schnell und sind sehr gefährlich. Außerdem besteht die Gefahr von Sturzfluten, je nachdem, wo die Regenfälle auftreten."

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Allein Sonntag gab es in den betroffenen Regionen fast 2000 Hilferufe. 29 Menschen konnten binnen 24 Stunden aus den Fluten gerettet werden - darunter eine Frau, die sich eine Stunde lang an einem Pfahl festhielt, während die Helfer versuchten, sie zu erreichen. Für einen Mann kam jedoch jede Hilfe zu spät: Er war aus seinem Kajak gefallen und wurde tot aus dem Hafen von Sydney gezogen. Die australische Regierung hat dem Bundesstaat 100 Soldaten und zwei Hubschrauber zur Verfügung gestellt, um bei Rettungsaktionen zu helfen. Fotos zeigten, wie tiefer gelegene Bereiche im Südwesten der Metropole gut 1,50 Meter unter Wasser standen.

Nach Medienberichten fiel im Bereich von Sydney bereits jetzt vier Mal so viel Regen wie sonst im gesamten Monat Juli. Der Wetterdienst warnte, die Wasserstände in der Region könnten mindestens so hoch steigen wie im März, als weite Teile derselben Gegend überflutet waren. Der erste Damm sei bereits übergelaufen. Der Meteorologe Jonathan How sagte dem Sender ABC, in Menangle, etwa 70 Kilometer südwestlich von Sydney, habe der Pegel des Flusses bereits einen Stand von 16,5 Meter erreicht, nur knapp unter der Rekordmarke von 16,8 Meter aus dem April 2022.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa/AFP

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