Panorama

"Querdenker"-Demo trotz Verbot Tausende Polizisten kontrollieren Berlin

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Die Polizei hatte angekündigt, dass sie in der Stadt mit bis zu 2250 Kräften im Einsatz sein werde.

(Foto: picture alliance/dpa)

Obwohl die Polizei mehrere Demonstrationen verbietet, protestieren Hunderte Menschen in Berlin gegen die Corona-Regeln. Tausende Beamte kontrollieren die Hauptstadt großflächig. Teilweise kommt es zu körperlichen Auseinandersetzungen.

Nach dem Verbot mehrerer Demonstrationen auch aus der "Querdenker"-Szene kontrolliert die Berliner Polizei großflächig in der Stadt. Nach Angaben einer Polizeisprecherin versammelten sich mehr als 1000 Menschen im Umfeld des Olympischen Platzes. Teilweise hätten Leute versucht, Absperrungen zu durchbrechen. "Hierbei musste in einzelnen Fällen körperliche Gewalt angewendet werden", sagte die Polizeisprecherin.

Die Berliner Polizei hatte für dieses Wochenende mehrere Demonstrationen verboten, weil sie Verstöße gegen die Hygieneauflagen befürchtete. Darunter ist auch eine Kundgebung der Initiative "Querdenken 711" aus Stuttgart, die für den Nachmittag ursprünglich 22.500 Teilnehmer angemeldet hatte. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg erklärte, die Beschwerden gegen entsprechende Beschlüsse des Verwaltungsgerichts Berlin seien zurückgewiesen worden.

Andere Veranstaltungen sind genehmigt

Eine Reihe anderer Veranstaltungen, die sich ihrem Titel zufolge teils ebenfalls gegen die Politik in der Corona-Pandemie richten, können dagegen stattfinden. So war am Olympischen Platz ein Autokorso geplant. Autokorsos hätten ein anderes Hygienekonzept, sagte die Polizeisprecherin. Einige Demonstranten hätten sich nun aber zu Fuß in der Reichsstraße in Charlottenburg zu einer verbotenen Ersatzversammlung gesammelt. Die Personen würden deshalb angehalten und etwa Personalien aufgenommen.

Die Polizei hatte zuvor angekündigt, dass sie in der Stadt mit bis zu 2250 Kräften im Einsatz sein werde. Auf Twitter schrieb sie, die Teilnahme an einer verbotenen Versammlung sei eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 1000 Euro Bußgeld bestraft werden könne. Es würden Platzverweise erteilt und Anzeigen gefertigt.

Quelle: ntv.de, can/AFP/dpa

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