Panorama

Doch kein Verbrechen in New York Teenager inszeniert eigene Entführung

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Bei der Befragung kam heraus, dass die Geschichte nur inszeniert war.

(Foto: imago stock&people)

Dass Jugendliche in Konflikten mit ihren Eltern aneinandergeraten, ist hinlänglich bekannt. Doch ein Mädchen aus New York geht noch einen Schritt weiter: Sie inszeniert ihre eigene Entführung. Sie will damit eine ganz bestimmte Person schockieren.

In New York hat ein 16-jähriges Mädchen ihrer Familie einen riesigen Schrecken eingejagt, als sie vermeintlich entführt wurde. Kurz nach ihrem Verschwinden und ihrer anschließenden Rückkehr stellte sich laut "New York Times" allerdings heraus, dass die Jugendliche das Ganze vorgetäuscht hatte.

Es klingt ein wenig wie in einem Film: Karol Sanchez läuft auf der Straße durch die Bronx - es ist dunkel und die Sicht schlecht, als plötzlich ein Auto neben ihr anhält. Die Jugendliche wird von zwei Männern in Sekundenschnelle in ein Auto gezerrt, dann fährt es davon. Der Vorfall wird sogar auf einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Nicht nur die Familie der Jugendlichen ist nach der mutmaßlichen Entführung alarmiert, sondern auch viele New Yorker, die nach der Vermissten die Augen aufhalten.

16 Stunden später taucht Sanchez unversehrt wieder auf und sagt bei der Polizei aus. Danach kann von einem spektakulären Verbrechen keine Rede mehr sein. Wie die NYT berichtet, soll der Teenager gestanden haben, sich mit der "Entführung" einen Scherz erlaubt zu haben, um der "überbeschützende Mutter" eins auszuwischen.

Bei der Befragung durch die Polizei kam allerdings noch mehr heraus: Die 16-Jährige sollte eigentlich in ihre ursprüngliche Heimat Honduras zurückkehren, wollte aber im Gegensatz zu den Eltern in den USA bleiben. Aufgrund dieses Streits habe sie die Entführung inszeniert. Die Polizei muss nun noch entscheiden, ob sie das Mädchen oder die beiden beteiligten Männer strafrechtlich verfolgen will.

Quelle: ntv.de, sgu

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