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14-Jähriger erwürgte Mitschüler Teenager muss nach Totschlag in Psychiatrie

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In einem an das Schulgelände angrenzenden Waldgrundstück kam es 2018 zum Totschlag.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Landgericht Siegen verurteilt einen Teenager zu einer langen Jugendstrafe, weil er einen Mitschüler in Wenden erwürgt hat. Dieser hatte seine Liebe nicht erwidert.

Weil er seinen Mitschüler erwürgt hat, ist ein Teenager aus Wenden im Sauerland zu einer Jugendstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt worden. Das Gericht wertete die Tat als Totschlag, wie eine Sprecherin des Landgerichts nach der Urteilsverkündung sagte. Die Richter ordneten außerdem eine Unterbringung des 15-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Der Prozess war im April gestartet und hatte unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden. Zu den durch das Gericht festgestellten Tatumständen wollte die Gerichtssprecherin unter Verweis auf den Jugendschutz keine Angaben machen.

Laut Anklage hatte der Jugendliche den Älteren aus enttäuschter Liebe in einem Streit umgebracht.  Der damals 14-jährige Deutsche hatte demnach seinen zwei Jahre älteren Mitschüler in einem Waldstück nahe der Schule mit bloßen Händen erwürgt. Der Jüngere war in den Älteren verliebt gewesen, sei aber von diesem zurückgewiesen worden, hieß es zum Motiv.

Zu Prozessbeginn im April hatte der Teenager gestanden. Ob Verteidigung oder Staatsanwaltschaft Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen wollen, war zunächst nicht bekannt. Die Tat im Herbst 2018 hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa

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