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Polyamorie hochoffiziell Thailand-König posiert mit Geliebter

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Sineenat Wongvajirapakdi ist nicht nur die Geliebte des thailändischen Königs Maha Vajiralongkorn, sondern so etwas wie eine offizielle Konkubine.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wieso nur eine Frau lieben, wenn man zwei haben kann? Der thailändische König lässt alte Traditionen wieder aufleben. Seine Geliebte macht er zur Zweitkönigin. Jetzt machen die beiden erstmals hochoffiziell gemeinsame Fotoaufnahmen.

Sineenat Wongvajirapakdi, Geliebte des thailändischen Königs, ist weiter aufgewertet worden. Das Königshaus in Bangkok veröffentlichte eine Serie von mehr als 60 Fotos, die die Frau privat und in offiziellem Rahmen mit König Maha Vajiralongkorn zeigen. Auf einem Bild sitzt sie dem 67-jährigen Monarchen zu Füßen, auf einem Bild hält sie auch seine Hand. Dazu gibt es von der 34-Jährigen nun einen offiziellen Lebenslauf.

Doch nicht alle Fotos sind förmlich. Die ehemalige Krankenschwester und Leibwächterin Sineenat Wongvajirapakdi ist unter anderem in einer Art Bikini-Oberteil am Steuer eines Flugzeugs zu sehen. Andere Fotos zeigen sie in Kampf. Die Bilder waren auch auf Titelblättern der thailändischen Presse zu sehen.

Konkubine mit Titel

Der König ist seit Mai in vierter Ehe mit der jetzigen Königin verheiratet, der 41-jährigen Suthida, einer ehemaligen Stewardess. Aus früheren Verbindungen hat er sieben Kinder. Die Beziehung zu Sineenat, Spitzname: Koi, hatte er im vergangenen Monat überraschend offiziell gemacht. An seinem eigenen Geburtstag erhob Maha Vajiralongkorn - auch bekannt als Rama X. - sie zur "Chao Khun Phra", einer Art Konkubine. Königin Suthida wohnte der Zeremonie bei. Fernsehaufnahmen zeigten sie mit starrem Gesichtsausdruck.

In Thailands Monarchie war es früher durchaus üblich, eine zweite Frau zu haben. Solch ein Titel wurde jedoch seit fast einem Jahrhundert nicht mehr verliehen. Das Paar hält sich häufiger gemeinsam in Deutschland auf. Der König besitzt in Tutzing am Starnberger See eine Villa. Er residiert aber auch oft in einem Hotel.

Quelle: n-tv.de, ame/dpa

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