Panorama

Riesiger Ölteppich vor Ko Samet Thailand droht eine neue Ölpest

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Erste Aufnahmen aus der Luft zeigen das Ausmaß der Katastrophe.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Aus einer Pipeline im Golf von Thailand fließen 160.000 Liter Rohöl ins offene Meer. Einsatzkräfte versuchen verzweifelt, den großen Ölteppich einzudämmen, der sich auf die beliebte Urlaubsregion Ko Samet zubewegt. Im Juli 2013 wurde die Insel erstmals Opfer einer gigantischen Ölverschmutzung.

Im Osten Thailands steigt die Sorge vor einer möglichen Ölpest. Am Dienstag waren in der bei Touristen beliebten Provinz Rayong rund 160.000 Liter Rohöl aus einem Leck in einer Unterwasser-Pipeline der Star Petroleum Refining Company ins Meer gelaufen. Die Marine versuche fieberhaft, den Ölteppich im Golf von Thailand einzudämmen, teilten die Behörden mit. Gelinge dies nicht, so werde er voraussichtlich am Freitagnachmittag die Küste eines Marine-Nationalparks im Samet-Archipel erreichen, zitierte die Zeitung "Bangkok Post" den Generaldirektor der Abteilung für Umweltverschmutzungskontrolle, Atthapol Charoenchansa.

Das Ausfließen des Öls wurde den Angaben zufolge am Mittwoch um kurz nach Mitternacht nach wenigen Stunden gestoppt. Es seien chemische Dispersionsmittel eingesetzt worden, um den Schaden zu mindern, hieß es. Das Samet-Archipel mit dem Nationalpark Khao Laem Ya - Mu Ko Samet ist etwa 13 Quadratkilometer groß und liegt etwa 200 Kilometer südöstlich von Bangkok. Es ist bei Hauptstädtern als Wochenendziel beliebt. Rund eine Million Besucher verzeichnet die Insel im Jahr. Darunter sind auch zahlreiche Bewohner aus Bangkok.

"Wir wollen nicht, dass sich die schreckliche Ölpest in der Bucht von Ao Phrao wiederholt", sagte Sarinthip Tupmongkholsup, Präsident des Tourismusverbandes von Ko Samet, mit Blick auf eine Umweltkatastrophe in derselben Region im Jahr 2013. Damals hatte ein Pipeline-Leck eine Ölpest verursacht, die innerhalb kurzer Zeit die Insel erreichte und trotz sofortiger Säuberungsarbeiten nicht gestoppt werden konnte. Nach damaligen Schätzungen waren etwa 50.000 Liter ins Meer gelangt. "Die Einheimischen haben jahrelang daran gearbeitet, das Öl zu beseitigen", sagte Tupmongkholsup. Greenpeace verlangte eine Einstellung der Ölbohrungen im Golf von Thailand.

Quelle: ntv.de, lno/dpa

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