Panorama

Schutz vor Coronavirus Thunberg ruft zu Digital-Klimastreik auf

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Greta Thunberg will wegen Corona-Ausbruch mehr digital streiken.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Coronavirus hat auch Auswirkungen auf die Fridays-for-Future-Bewegung. Neben Absagen größerer Demos ruft Thunberg dazu auf, Aktionen für den Klimaschutz nun ins Internet zu verlagern. Sie gibt auch Anregungen, wie genau das aussehen könnte.

Klimaaktivistin Greta Thunberg hat angesichts der Corona-Krise vor größeren Menschenansammlungen gewarnt. Experten rieten derzeit dazu, große öffentliche Versammlungen zu meiden, um so die Verbreitung des neuartigen Virus zu verlangsamen, schrieb die schwedische Initiatorin der weltweiten Klimaschutzbewegung Fridays for Future auf Twitter und Instagram. "Deshalb empfehle ich persönlich, dass wir das machen, was die Experten sagen. Besonders in Hochrisikogebieten."

Angesichts des Ausbruchs des Coronavirus ruft Thunberg ihre Mitstreiter im Kampf gegen den Klimawandel auf, die wöchentlichen Kundgebungen ins Internet zu verlegen. Die 17-Jährige schlägt vor, dem Hashtag DigitalStrike beizutreten und dort entsprechende Streikfotos hochzuladen. Noch in der vergangenen Woche demonstrierte Fridays for Future mit 3400 Teilnehmern.

Was für die Klimakrise gelte, gelte auch für andere Krisen, schrieb Thunberg weiter. "Wir können eine Krise nicht lösen, ohne sie als eine Krise zu behandeln, und wir müssen uns hinter Experten und die Wissenschaft stellen. Das gilt selbstverständlich für alle Krisen." Es sei besonders wichtig, dass die Klimabewegung im besten Interesse der Gesellschaft handle. "Deshalb haltet eure Zahlen niedrig, aber eure Stimmung hoch. Und lasst uns das eine Woche nach der anderen angehen."

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hatte Fridays for Future zuletzt mehrere für diesen Freitag geplante große Demonstrationen vor den bayerischen Kommunalwahlen abgesagt. Statt auf den Straßen wolle man online "umso lauter" protestieren, hatte die Bewegung am Dienstag verkündet. Es werde aber kleinere Proteste und "verschiedene kreative Aktionen" geben. Nach Angaben von Aktivistin Luisa Neubauer geht es bei den Absagen vor allem um Veranstaltungen mit deutlich mehr als 1000 Menschen. In Städten wie Berlin und Hamburg werde es Solidaritätsveranstaltungen vor der Wahl in Bayern geben, die aber kleiner seien, sagte Neubauer. In Hamburg würden zum Beispiel 400 Teilnehmer erwartet.

Quelle: ntv.de, ysc/dpa