Wetterchaos zum JahresbeginnTief "Tizian" schneit Deutschland ein
In weiten Teilen Deutschlands fällt gerade Schnee - örtlich sogar so viel, dass die Straßen dicht sind. Lastwagen stecken fest, die Räumdienste haben alle Hände voll zu tun. Meteorologen warnen zudem vor Glätte und Orkanböen.
Der Winter geht mit Schnee, Glätte, Wind und eisigen Minusgraden in seine Hochphase. Es gibt teilweise große Neuschneemengen, vor allem in der Mitte Deutschlands und den Höhenzügen der Mittelgebirge. Auch im Flachland macht sich eine dünne Schneedecke breit. Der Deutsche Wetterdienst warnte in der Folge vor Glätte, Schnee und Orkanböen.
Tief "Tizian" zieht heute und am Wochenende nur langsam in Richtung baltische Staaten weiter. Das Tiefdruckgebiet bleibt zumindest für den Norden Deutschlands wetterbestimmend. Dort gehen Niederschläge zunehmend in Schnee über und auch Graupelgewitter sind noch eine Zeit lang möglich. Es schneit in vielen Landesteilen, am wenigsten jedoch im Süden. Da kommen ab dem Wochenende nur noch wenige Schneeschauer an und es stellt sich eine längere freundliche Phase ein.
Mehr oder weniger im ganzen Land besteht Glättegefahr. Seit den frühen Morgenstunden ist der Winterdienst in Hamburg mit rund 125 Fahrzeugen im Einsatz. Gestreut werde auf wichtigen Hauptverkehrsstraßen und Strecken mit Buslinienverkehr sowie auf einem ausgewählten Radwegenetz, teilte die Stadtreinigung mit.
Auch in Krefeld mussten die Räumdienste raus, um den Schnee von den Straßen zu bekommen. Am Frankfurter Flughafen setzte der Winterdienst alles daran, die Landebahnen sauber zu halten. Problematischer war die Situation auf der A5 bei Vogelsberg, wo die Autobahn unter einer Schneedecke lag. In Rheinland-Pfalz stecken mehrere Lastwagen auf der verschneiten A63 fest.
Immerhin: Auch die Sonne zeigt sich ab und zu. Die Temperaturen liegen bei minus 2 Grad im Erzgebirge und Allgäu bis plus 5 Grad auf den Ostfriesischen Inseln. Dazu weht mäßiger, teils frischer westlicher Wind mit starken bis stürmischen Böen, an der Nordsee gibt es Sturmböen aus Nordwest.
Sturmflut im Norden
Im Norden Deutschlands haben Hochwasser und Sturmflut in der vergangenen Nacht wohl keine größeren Schäden verursacht. In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg verzeichneten die Lagezentren bis zum frühen Morgen keine besonderen Vorkommnisse, abgesehen von örtlichen Überschwemmungen.
Sturmtief "Tizian" befindet sich momentan über der Ostsee. Zum Wochenende hin könnten weitere Atlantiktiefs von Westen her aufziehen und neues wechselhafteres Wetter bringen. Die Temperaturen fallen bis auf minus 4 Grad.
