Panorama

Video zeigt Naturspektakel Tornado sorgt in der Eifel für Verwüstung

Ein Tornado sorgt in Nordrhein-Westfalen für Aufsehen. Der Wirbelwind beschädigt in dem Ort Roetgen mehrere Häuser. Einige sind im Anschluss nicht mehr bewohnbar. Ein Anwohner hält das Naturschauspiel auf Video fest.

Nach "Eberhard und "Dragi" hat Sturmtief "Franz" Nordrhein-Westfalen heimgesucht. Besonders heftig wütete der Wind am Abend in der Eifel südlich von Aachen. Durch den Ortskern der Gemeinde Roetgen an der Grenze zu Belgien zog sogar ein Tornado. Die Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland e.V. berichtet auf ihrer Homepage, dass sich die Windhose gegen 16.30 Uhr durch die Ortschaft bewegte. Der Tornado habe eine "Schneise der Verwüstung" hinterlassen, sagte ein Feuerwehr-Sprecher der "Aachener Zeitung".

"Im Sturmfeld von Tief 'Franz' hat sich am Nachmittag ein Tornado entwickelt", sagt n-tv Meteorologe Björn Alexander. "Grund ist die große Dynamik in der Atmosphäre mit starken Höhenwinden sowie eine ausgeprägte Schauerlinie, an der der Tornado entstanden ist." Tornados seien auch hierzulande keine Seltenheit, sagte Alexander weiter. Zwischen 50 und 100 Mal seien diese kurzlebigen Wirbelstürme hierzulande zu beobachten. Vor allem im Frühjahr und im Sommer.

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In Roetgen soll der Tornado 30 Häuser beschädigt haben. "Zehn Häuser davon sind nicht mehr bewohnbar", sagte ein Sprecher der Feuerwehr-Einsatzleitung. Eine Person musste mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus transportiert werden. Videos im Netz zeigen abgedeckte Dächer, beschädigte Fassaden und entwurzelte Bäume. Wie die "Aachener Zeitung" berichtet, sind Feuerwehr und Rettungskräfte im Großeinsatz. "Es ist Land unter", sagte ein Sprecher der Zeitung.

Am Sonntag fegte bereits Tief "Eberhard" mit Böen bis Windstärke 11 und 12 über Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen sowie Sachsen und Thüringen. In Bestwig im Sauerland kam ein 47 Jahre alter Autofahrer ums Leben, als ein entwurzelter Baum auf sein fahrendes Auto fiel. Einsatzkräfte kämpften bundesweit bei Tausenden von Einsätzen mit umgestürzten Bäumen und abgedeckten Hausdächern, allein in NRW waren laut Landesinnenministerium mehr als 20.000 Feuerwehrleute im Einsatz. Der Zugverkehr kam in dem Bundesland komplett zum Erliegen.

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Quelle: n-tv.de, jpe/dpa