Panorama

Unglück mit Senkrechtstarter Tote bei Absturz von US-Militärflugzeug

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Die MV-22 Osprey soll vor allem dazu dienen, Soldaten und Zivilisten schnell und sicher aus Gefahrenzonen zu bergen.

(Foto: IMAGO/UPI Photo)

Maschinen vom Typ MV-22 Osprey vereinen die Vorzüge eines Hubschraubers mit einem Flugzeug. Nun ist ein solcher Militärflieger der US-Streitkräfte in Kalifornien abgestürzt. Einem Bericht zufolge sollen dabei vier Menschen ums Leben gekommen sein. Es ist nicht das erste schwere Unglück dieser Art.

Ein US-Militärflugzeug mit fünf Soldaten an Bord ist in Südkalifornien verunglückt. "Wir können bestätigen, dass ein Flugzeug des dritten Marine Aircraft Wing in der Nähe von Glamis abgestürzt ist", sagte ein Armeesprecher. "Fünf Marines befanden sich an Bord des Flugzeugs, und wir warten auf eine Bestätigung des Status aller Besatzungsmitglieder." Nach einem Bericht der "Los Angeles Times" gebe es mindestens vier Todesopfer.

Zur möglichen Unfallursache äußerte sich der Armeesprecher zunächst nicht. Der Absturzort liegt rund 35 Kilometer von der Grenze zu Mexiko entfernt und gut 200 Kilometer östlich von San Diego. Das Militär widersprach ersten Berichten, wonach das Flugzeug radioaktives Material geladen habe.

Bei der Maschine handelte es sich um eine MV-22 Osprey. Das Modell vereint Vorzüge eines Flugzeugs mit einem Hubschrauber. Es startet und landet mithilfe von Rotoren senkrecht wie ein Helikopter und fliegt dann wie ein Flugzeug. Die Maschine soll vor allem dazu dienen, Soldaten und Zivilisten schnell und sicher aus Gefahrenzonen zu bergen.

Die Osprey erreicht Geschwindigkeiten von über 600 Kilometer pro Stunde und ist damit doppelt so schnell wie der CH-46-Helikopter aus der Vietnamzeit, der durch den Senkrechtstarter abgelöst wurde. Die Osprey kann auch höher fliegen und weitaus länger in der Luft bleiben als die alten Hubschrauber. Das US-Militär hat bereits mehrere Abstürze dieses Typs hinnehmen müssen. Zuletzt waren im März bei einem Unfall mit einer Osprey-Maschine während eines NATO-Manövers in Norwegen vier Marinesoldaten gestorben.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP

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