Panorama

Unter Trümmern begraben Tote bei Erdbeben in Haiti

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Das Land war erst 2010 von einem schweren Beben mit Hunderttausenden Toten und Verletzten erschüttert worden.

(Foto: REUTERS)

Haiti hat sich noch immer nicht von dem schweren Erdstoß vor gut acht Jahren erholt. Viele Menschen leben weiter in Notunterkünften. Nun bebt die Erde wieder. Es gibt Verletzte und Tote.

Ein Erdbeben der Stärke 5,9 hat den Nordwesten der Karibikinsel Haiti erschüttert. Mindestens elf Menschen seien ums Leben gekommen, sagte ein Regierungssprecher. Nach Angaben des Portals Loop Haiti starben in Port-de-Paix drei Menschen in den Trümmern ihrer Häuser, ein weiterer Toter wurde aus Gros Morne gemeldet. Der Katastrophenschutz sprach zudem von mehreren Verletzten. Das mehrere Sekunden lange Beben war auch in der Hauptstadt Port-au-Prince zu spüren.

Das Zentrum des Bebens der Stärke 5,9 am Vorabend lag 20 Kilometer nordwestlich von Port-de-Paix, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Den Berichten zufolge brachen in mehreren Orten Gebäude zusammen oder wurden schwer beschädigt. In Plaisance du Nord stürzte die Fassade der katholischen Kirche ein. Präsident Jovenel Moise forderte seine Landsleute nach den Beben auf, "Ruhe zu bewahren". Denn einige der Verletzten hatten sich ihre Blessuren erst nach dem Beben bei der Panik in den Straßen zugezogen.

Der völlig verarmte Karibikstaat war 2010 von einem heftigen Erdbeben der Stärke 7 erschüttert worden. Mehr als 220.000 Menschen kamen damals ums Leben. 300.000 wurden verletzt. Noch immer wohnen viele Haitianer in Notunterkünften. 1,2 Millionen Menschen waren damals obdachlos geworden. Die wirtschaftliche und politische Lage ist angespannt.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa/AFP