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Bahn kollidiert mit Lastwagen Tote und Verletzte bei Zugunglück in Afrika

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Das Feuer ist mittlerweile gelöscht, die entgleisten Waggons liegen immer noch am Unglücksort in Kroonstad.

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In Südafrika sind gerade Schulferien und die Bahnen deswegen besonders voll. Ausgerechnet jetzt verunglückt ein Zug schwer. 18 Menschen sterben, mehr als 250 werden verletzt.

Beim Zusammenstoß eines Zuges mit einem Lastwagen in Südafrika sind 18 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 250 weitere verletzt worden. Von den Verletzten würden 88 noch im Krankenhaus behandelt, teilte die südafrikanische Bahnbehörde mit. Bei dem Unglück 200 Kilometer südwestlich von Johannesburg waren mehrere Waggons entgleist und in Flammen aufgegangen.

Der Zug mit 429 Passagieren fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf der Strecke zwischen Port Elizabeth im Süden des Landes und Johannesburg im Norden, als er gegen 09.00 Uhr (Ortszeit, 08.00 Uhr MEZ) in der Nähe von Kroonstad mit dem Lkw kollidierte. Nach Angaben der Bahngesellschaft Shosholoza Meyl hatte der Lastwagenfahrer die Gleise zu früh überquert.

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Passagiere, die bei dem Zugunglück nicht verletzt wurden, konnten in einen Bus umsteigen.

(Foto: picture alliance / -/AP/dpa)

Zu den entgleisten Waggons zählte auch ein Waggon mit einem Generator, der in Flammen aufging. Das Feuer breitete sich schnell auf weitere Waggons aus. Auf Bildern waren schwarzer Rauch und Flammen zu sehen, die aus den umgekippten Waggons in der Nähe einer Straße loderten.

Alkoholtest für Lokführer

Die Rettungsarbeiten dauerten mehrere Stunden. Bergungsteams suchten nach eingeklemmten Passagieren. Laut Bahnbehörde wird nicht davon ausgegangen, dass die Zahl von 18 Todesopfern weiter steigt. Von den 254 Verletzten würden 88 noch im Krankenhaus behandelt.

Angesichts der Schulferien sind die Züge in Südafrika derzeit besonders voll. Zur Klärung der Unglücksursache wurden Ermittlungen eingeleitet. Der ins Krankenhaus eingelieferte Lokführer sollte einem Alkoholtest unterzogen werden. "Der Lokführer hat sein Glück versucht, das hat viele Menschenleben gekostet", sagte Verkehrsminister Joe Maswanganyi bei einem Besuch am Unglücksort.

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Quelle: n-tv.de, kpi/AFP