Panorama

Britischer Humor Trump-Baby-Ballon kommt ins Museum

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Der Ballon tauchte 2019 bei einem Besuch von Donald Trump in London erstmals auf.

(Foto: REUTERS)

Die Bilder gingen um die Welt: US-Präsident Trump als Baby mit Windeln, einem Handy in der Hand - und mit viel Luft gefüllt. Gleich mehrmals kommt der riesige Ballon auf Demos in London zum Einsatz. Nun soll er seine letzte Ruhestätte in einem Museum finden.

Fast zeitgleich zu Donald Trumps Abgang aus dem Weißen Haus kommt ein überdimensionaler Baby-Ballon mit dem Antlitz des scheidenden US-Präsidenten in London ins Museum. Der Ballon, der mehrfach bei Anti-Trump-Demonstrationen zum Einsatz kam, sei in einem Koffer angekommen und müsse nun wie alle Objekte zunächst in Quarantäne gelagert und dann konserviert werden, sagte die Direktorin des Museum of London, Sharon Ament, der Nachrichtenagentur PA.

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Die Schöpfer sind froh, dass das Trump-Baby zusammen mit dem Mann selbst der Geschichte übergeben werden kann.

(Foto: REUTERS)

Während eines Besuchs Donald Trumps in Großbritannien waren Fotos des Ballons, wie er bei einer Demonstration prominent über dem Londoner Parliament Square schwebte, um die Welt gegangen. Das Museum hatte sich bereits seit geraumer Zeit um den Ankauf des in aufgeblasener Form sieben Meter großen Objekts bemüht.

Zwar sei es als Institution unpolitisch, betonte die Direktorin. Aber: "Wir nehmen viel mit Humor. Und wir machen uns gern über Politiker lustig. Dies ist - wortwörtlich - ein großes Beispiel dafür." Es werde allerdings eine große Herausforderung, den Ballon in den Räumlichkeiten des Museums auszustellen.

Der Ballon stellt den abgewählten US-Präsidenten als Baby in Windeln dar, das sein Handy fest umklammert hält. "Wir sind erleichtert, dass das Trump-Baby zusammen mit dem Mann selbst der Geschichte übergeben werden kann, allerdings haben wir nicht die Illusion, dass dies das Ende der Geschichte ist", sagten die Schöpfer des Ballons. Der Ballon solle daran erinnern, wie London gegen Präsident Trump aufgestanden sei und dazu ermuntern, weiter gegen eine "Politik des Hasses" zu kämpfen.

Quelle: ntv.de, hny/dpa