Panorama

Ausbruch auf Südhalbkugel Trump-Berater erwartet neue Infektionswelle

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Längst keine Randfigur mehr im Weißen Haus: Anthony Fauci.

(Foto: AP)

In den USA gilt der Infektiologe und Trump-Berater Fauci als Stimme der Vernunft im Weißen Haus. Länder wie die Vereinigten Staaten müssten sich seiner Meinung nach künftig auf eine zweite Ausbruchswelle des Coronavirus vorbereiten, die auf der südlichen Halbkugel ihren Lauf nehmen wird.

Der renommierte US-Experte Anthony Fauci hat davor gewarnt, dass das neuartige Coronavirus in Zukunft immer wieder saisonal auftreten könnte. Deshalb müssten dringend ein Impfstoff und wirksame Behandlungsmöglichkeiten entwickelt werden, sagte der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) Fauci in Washington.

Das Virus beginne sich nun auch in der südlichen Erdhalbkugel, wo der Winter anbricht, auszubreiten, sagte Fauci. Sollte es in den südlichen Ländern tatsächlich zu einem "erheblichen Ausbruch" kommen, müssten die Länder der Nordhalbkugel "darauf vorbereitet sein, dass wir einen zweiten Zyklus haben werden".

Impfstoffe werden bereits getestet

Derzeit werden bereits zwei Impfstoffe in den USA und China an Freiwilligen getestet. Bis sie auf den Markt kommen, könnten ein bis anderthalb Jahre vergehen. Auch an Möglichkeiten zur Behandlung der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 wird geforscht. Unter anderem ist dafür das Malariamittel Chloroquin im Gespräch.

Chinesische Wissenschaftler kommen in einem bislang noch nicht begutachteten Fachbeitrag zu dem Schluss, dass sich das Virus bei Kälte besser ausbreitet als in heißem und feuchtem Klima. Es wird angenommen, dass Speicheltröpfchen, durch die das Virus weitergegeben wird, bei kaltem Wetter länger in der Luft bleiben und das Immunsystem durch Kälte geschwächt wird.

Zudem kann das Virus möglicherweise auf heißen Oberflächen nicht so lange überleben, da die es umgebende Fettschicht schneller austrocknet. Allerdings ist ein warmes Klima kein Garant dafür, dass das Virus gar nicht mehr auftritt. So wurden etwa in Australien fast 2500 Infektions- und 8 Todesfälle registriert.

Quelle: ntv.de, mba/AFP