Panorama

Therapie in New Yorker U-BahnTrump-Gegner machen ihrem Ärger Luft

11.11.2016, 10:05 Uhr
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Die Idee für die Kollektivtherapie hatte der New Yorker Künstler Matthew Chavez. (Foto: picture alliance / dpa)

An der Haltestelle Union Square kleben 3.000 bunte Zettel an einer gekachelten weißen Wand. Auf ihnen äußern New Yorker Trump-Gegner ihren Unmut über das Ergebnis der Präsidentenwahl - denn der Schock in der Metropole sitzt tief.

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"Ich habe mich noch nie so unsicher gefühlt" oder schlicht "Ich bin sauer", lauten weitere Botschaften auf den bunten Vierecken (Foto: picture alliance / dpa)

"Bin ich der Einzige, der hier Angst hat?" und "Ich brauche eine Umarmung" - das steht auf kleinen bunten Zetteln, die frustrierte Wähler in diesen Tagen nach Donald Trumps Wahlsieg in der New Yorker U-Bahn an die Wand kleben. Die Idee für die Kollektivtherapie in einem Tunnel an der Haltestelle Union Square hatte der New Yorker Künstler Matthew Chavez.

Chavez stellte ein Schild mit der Aufschrift "U-Bahn-Therapie" auf und legte Zettel und Stifte für die Menschen bereit. Bis Donnerstagnachmittag klebten schon rund 3000 bunte Zettel an der gekachelten weißen Wand. "Ich denke, die Menschen sind im Moment viel zu wütend, um richtige Gespräche zu führen", sagt Chavez. "Hier können sie sich ausdrücken und vielleicht geht es ihnen danach besser."

Der Künstler hatte sich in der Vergangenheit schon öfter in die U-Bahn der Metropole gestellt und gestressten New Yorkern mit seinen Zetteln die Möglichkeit geboten, kurz Dampf abzulassen. Die New Yorkerin Andrea Recarte findet seine neue Aktion "großartig". So könnten Menschen ihren Ärger in Worte fassen und sich mit anderen vernetzen, "die sprachlos sind", sagte die aus Chile stammende 33-Jährige.

"Ich habe mich noch nie so unsicher gefühlt" oder schlicht "Ich bin sauer", lauten weitere Botschaften auf den bunten Vierecken. Terena Bell, Unternehmerin aus Kentucky, schrieb auf ihren Zettel: "Donald Trump, ich bete für dich."

Quelle: ntv.de, jki/AFP

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