Tausende Dollar dafür bezahltUS-Amerikanerin ließ Affen lebendig verbrennen und verstümmeln

In den USA gibt es offenbar eine große Tierquäler-Szene. Ermittlern gelingt nun ein Schlag gegen gleich zwei Verantwortliche, die es auf Affen abgesehen haben. Die Tiere mussten unfassbar leiden, nicht alle haben überlebt.
In den USA ist eine Frau festgenommen worden, die einer Mitteilung zufolge die Strippenzieherin eines Tierquälerrings sein soll. Die Migrations- und Zollbehörde ICE teilte mit, dass es sich um gewalttätige und sexuelle Videos drehe, die Affen zeigen. Die US-Bürgerin Amanda Leigh Fourez soll den Ermittlungen zufolge Tausende Dollar bezahlt haben, um Videos sexueller Folter an erwachsenen und jungen Affen anfertigen zu lassen. Diese verbreitete sie anschließend in "perversen Online-Chatgruppen", so ICE in einer Mitteilung.
Die Migrations- und Zollbehörde erklärte, die Aufnahmen zeigen, wie "echte Affen lebendig verbrannt, an den Genitalien verstümmelt und anderen Grausamkeiten ausgesetzt" werden. Bereits am 15. April sei Fourez einem Bundesgericht vorgestellt worden, wo sie sich schuldig bekannte, wie ICE erst jetzt informierte.
Fourez soll gleich in mehreren privaten Chat- und Bezahlgruppen aktiv gewesen sein, um die Videos zu bestellen, zu verbreiten und mit Gleichgesinnten zu diskutieren. "Was für ein kranker Mensch bezahlt jemanden dafür, Aufnahmen von sexualisierter Tierquälerei zu drehen?", fragte ICE-Direktor Todd M. Lyons. "ICE wird weiterhin gegen diese sadistischen Online-Gruppen ermitteln und alles in seiner Macht Stehende tun, um sie zu stoppen."
"Gliedmaßen gebrochen und Genitalien verstümmelt"
Die Frau aus dem Bundesstaat Illinois ist nicht der einzige aktuelle derartige Fall, der die Ermittler beschäftigt. "Ein weiteres Mitglied dieser Gruppen, Joseph Garrett Buckland aus Pennsylvania, bekannte sich Anfang April der Verschwörung zur Herstellung und Verbreitung von Tierquälervideos schuldig", teilte ICE mit. Auch er soll Aufnahmen verbreitet haben, die zeigen, wie "jungen und ausgewachsenen Affen Gliedmaßen gebrochen und Genitalien verstümmelt" werden, teilte das US-Justizministerium mit. "Buckland sammelte persönlich Geld für die Erstellung und Verbreitung dieser obszönen Foltervideos."
"Die Herstellung und der Handel mit Videos, die Tierquälerei zeigen, sind ein schweres Bundesverbrechen", stellte US-Staatsanwalt Rivetti in der Mitteilung des Ministeriums klar. "Unschuldigen Tieren vorsätzlich Leid und Qualen zuzufügen, befriedigt nicht nur einen breiteren Markt krimineller Verkommenheit, sondern ist oft auch mit weiteren gefährlichen und gewalttätigen Handlungen verbunden oder führt dazu, die Gesellschaft und die öffentliche Sicherheit weiter zu untergraben." Homeland Security kündigte an, mit Strafverfolgungsbehörden im In- und Ausland zusammenzuarbeiten, um gegen "diese abscheulichen Verbrechen" vorzugehen.
Buckland erhält nach derzeitigem Stand am 29. Oktober sein Urteil. Wann der Prozess gegen Fourez beginnt und ein Urteil zu erwarten ist, steht noch nicht fest. Beiden drohen bis zu fünf Jahre Haft.