Panorama
Bedeutender US-Stützpunkt im Pazifik: Auf der Luftwaffenbasis Kadena auf Okinawa rollt eine F-15 an den Start (Archivbild).
Bedeutender US-Stützpunkt im Pazifik: Auf der Luftwaffenbasis Kadena auf Okinawa rollt eine F-15 an den Start (Archivbild).(Foto: © U.S. Air Force photo by Airman 1st Class Zackary A. Henry)
Montag, 11. Juni 2018

Rettungseinsatz vor Okinawa: US-Kampfjet stürzt ins Meer

Alarm auf einem der größten US-Stützpunkte im Pazifik: Vor der Küste der Insel Okinawa gerät der Pilot eines Militärflugzeugs in Schwierigkeiten. Die Maschine schlägt auf dem Wasser auf. Japanische Rettungskräfte schwärmen aus, um den Flugzeugführer zu finden.

Ein US-Kampfjet ist Berichten zufolge zu Wochenbeginn über dem offenen Meer vor der Südküste Japans abgestürzt. Der Pilot habe sich aus der Maschine retten können, berichteten örtliche Medien. Er wurde demnach von Einheiten der japanischen Küstenwache aus dem Wasser gezogen und in Sicherheit gebracht. Das US-Militär bestätigte die Angaben. Der Pilot habe den Absturz überlebt, hieß es.

Routineflüge über dem offenen Meer: Von der Kadena Air Base aus fliegen US-Piloten Übungs- und Aufklärungseinsätze.
Routineflüge über dem offenen Meer: Von der Kadena Air Base aus fliegen US-Piloten Übungs- und Aufklärungseinsätze.(Foto: © U.S. Air Force photo/Master Sgt. Cohen A. Young)

Der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge handelt es sich bei der Militärmaschine um einen Kampfjet vom Typ F-15, der auf der US-Luftwaffenbasis Kadena stationiert gewesen sein soll. Der Absturz ereignete sich demnach rund 80 Kilometer südlich von Naha, der Regionalhauptstadt von Okinawa.

Die Absturzursache ist noch unklar. Das zweistrahlige Mehrzweckkampfflugzeug F-15 gilt eigentlich als vergleichsweise robust und zuverlässig. Bei den US-Streitkräften sind die Maschinen dieses Typs allerdings bereits seit den frühen 1970er Jahren im Einsatz. Die F-15 wurde mehrfach modernisiert.

Der japanische Sender NHK berichtete, der Pilot der einsitzigen Maschine habe sich bei dem Absturz ein Bein gebrochen. Auf der abgelegenen Pazifikinsel Okinawa, die zu Japan gehört und knapp 700 Kilometer vor der Küste des chinesischen Festlands liegt, ist das Gros der US-Streitkräfte in der Region stationiert. Während des Zweiten Weltkriegs hatten US-Truppen die Insel im Kampf gegen das japanische Kaiserreich die Insel in einer blutigen Schlacht erobert.

US-Vorposten im Pazifik

Die USA unterhalten seit Kriegsende einen umfangreichen Außenposten auf Okinawa. Die Nähe der Insel etwa zu Taiwan, Japan und der koreanischen Halbinsel macht den Stützpunkt strategisch besonders wertvoll. Mehrere geopolitischen Spannungsregionen und eine Reihe wichtiger Schifffahrtsstraßen liegen in Reichweite der auf Okinawa stationierten US-Flugzeuge.

Der aktuelle Vorfall ist der jüngste in einer Reihe von Unfällen des US-Militärs in der Region. Im Oktober war auf Okinawa ein Hubschrauber abgestürzt. Verletzt wurde niemand. Viele Bewohner Okinawas kritisieren die hohe Lärmbelastung, Umweltrisiken durch Munition und auslaufende Treibstoffe sowie immer wieder auftretende Straftaten durch US-Soldaten.

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Quelle: n-tv.de